Kultur
20.06.2018

"Liebesg'schichten": Spira denkt (nicht) ans Aufhören

Am 16. Juli geht es mit Elizabeth T. Spiras „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ los © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Die Kultreporterin sagt niemals „nie“ zu ihrer Partnershow – Staffel 22 startet am 16. Juli

Es gehört zur sommerlichen Folklore, dass der ORF in die Schrebergartensiedlung auf der Schmelz in Wien einlädt. Ein großer Gastgarten, ein fast ebenso großer Veranstaltungssaal, viele strahlende Gesichter: Elizabeth T. Spiras Werk marschiert im Schutzhaus zur Zukunft auf, um dabei zu sein, wenn die Reporterin die neue Staffel von „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ vorstellt.

Unter „Werk“ hat man sich in diesem Falle etwas zutiefst Menschliches vorzustellen, denn Spira hat sich in den vergangenen Jahren darauf verlegt, Menschen mittels Fernsehkamera und bemerkenswerter Fragetechnik zusammenzubringen. Keine(r) lockt soviel aus Menschen, die oft schon seit Jahren verzweifelt an der Singlebörse des Lebens teilnehmen, heraus. Und: Sie schafft es, respektvollen Abstand zu ihren Protagonisten zu halten – so nahe wir Seher (und potenzielle künftige Partner) ihnen auch in der Sendung kommen mögen.

Fernsehstar Spira

Im Schutzhaus marschiert Spira, längst selbst ein absoluter Fernsehstar, am Dienstagabend ein, lässt sich von den „Seitenblicken“ filmen, von den Pressefotografen in einen lieblichen Fensterrahmen stellen, begrüßt drei Enkerl und ist sichtlich zufrieden: Der ganze Saal ist voll. Mit Menschen, die mit Spiras Sendung ihr Glück gefunden haben.

Dann wird die erste Folge der neuen Staffel (bereits die 22.) geschaut, die traditionell den „Rückblick“ auf das Vorjahr bietet und am 16. Juli läuft. Wer hat das unfreiwillige Singledasein hinter sich gelassen? Und wie sieht der oder die Neue aus? Zum Sendungsablauf gehört, dass die Glücklichen ihr Glück zeigen. Da gibt es viele Bussis auf der Couch, manch unlockere Gestik (die Präsenz der Kamera in solch intimen Momenten mag nicht einmal Spira restlos zu kaschieren) und vor allem: viel Zufriedenheit.

„Sie strahlen ja richtig“, hört man Spira aus dem Off sagen. „Ich strahle gerne“, erwidert ein Sendungsteilnehmer und grinst über beide Ohren. „Oh!“ raunt man gerührt im Schutzhaus.

Jahr für Jahr beschert Spira dem ORF hiermit Topquoten, Jahr für Jahr ist man am Küniglberg gespannt, ob die rüstige Reporterin sich den Job nächstes Jahr noch antut. „Irgendwann muss Schluss sein“, hatte Spira jüngst verlauten lassen. Nur, um dieser Tage zu ergänzen: „Es ist alles drinnen.“