© True-Story-(c)-Matthias-Poetsch

Dschungel Wien
03/14/2013

Leider rief nur Dr Dres Hausschwein an

Rap-Performance: Dschungel Wien zeigt "True Story" von und mit Simon Dietersdorfer.

von Barbara Mader

Das hätte so was von ins Auge gehen können. Ein Rapper aus Strebersdorf. Der sein Leben auf die Bühne bringt. Zusätzlich Schauspieler ist und am liebsten „schrappen“ möchte. Hochdeutsch mit Wiener Zungenschlag. Autsch!

Aber. Es war wunderbar. „True Story“ heißt das Schauspiel mit Rap für Menschen ab 14 von und mit Simon Dietersdorfer (Inszenierung: Holger Schober, Premiere war am Mittwoch imDschungel Wien). Der gut gelaunte Hauptdarsteller erzählte, blödelte und musizierte couragiert durch 70 Minuten – auch, aber nicht nur – persönlicher Musikgeschichte. Machte sich über minderheitenfeindliche Klischees gleichermaßen wie über falsch verstandene Politische Korrektheit lustig. Erzählte von seinen Anfängen: Die erste Wu-Tang-Clan Platte! Eine Offenbarung! In 16 Sekunden zwölf Mal das F-Wort!

Der Traum, einen Anruf von Dr Dre zu bekommen (Entdecker von Eminem und 50 Cent)– leider ruft nur dessen Hausschwein an.

Rap, sagt der 29-jährige, habe längere Wurzeln als angenommen: Schon Walther von der Vogelweide und sein „Bro’“ Wolfram von Eschenbach – echte HipHopper.

KURIER-Wertung: **** von *****

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