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Kunsthistorisches Museum: "Keine Hinweise" auf Mobbing und Bossing

Kuratorium sieht die Vorwürfe gegen Direktor und Geschäftsführer als entkräftet an.
Paul Frey und Jonathan Frey.

Eine rechtliche Überprüfung der Vorwürfe durch die Ambras-Leiterin Veronika Sandbichler ergab laut dem Kuratorium des Kunsthistorischen Museums "keine Hinweise auf Mobbing/Bossing durch die Geschäftsführung bzw. auf Compliance-Verfehlungen". Diesen Schluss zog das Kuratorium laut einer Aussendung aus einem Gutachten der Anwältin Sieglinde Gahleitner. Es sprach den Geschäftsführern Jonathan Fine und Paul Frey einstimmig das Vertrauen aus.

Sandbichler war mit dem Vorwurf "toxischer Führungskultur" gegen die KHM-Spitze an die Öffentlichkeit gegangen. Es habe „widersprüchliche, kurzfristige Anweisungen, die Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen und sachlich nicht gerechtfertigte Dienstverwarnungen“ gegeben, heißt es von Sandbichlers Seite. Sandbichler wollte sich einvernehmlich vom KHM trennen, eine Geldforderung von ihr wurde aber nicht erfüllt.

Zur Erstellung des Gutachtens befragte Gahleitner "sowohl Frau Sandbichler, die beiden Geschäftsführer Jonathan Fine und Paul Frey, den Betriebsrat, den externen Team-Coach in Schloss Ambras, aktive und ehemalige Mitarbeiter:innen, insgesamt mehr als 30 Personen, und analysierte vorgelegte Unterlagen und Emailverkehr", hieß es.

In der Kommunikation zwischen der Geschäftsführung und Frau Sandbichler habe es aber von Anfang 2025 an immer wieder Missverständnisse und später auch Konflikte. Nach den Vorwürfen durch Sandbichler haben sich mehrere ehemalige KHM-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter anonym zu Wort gemeldet und Missstände benannt. Kolleginnen seien „systematisch zur Kündigung gedrängt worden. Das war nicht impulsiv, sondern sehr, sehr überlegt“, hieß es. Und: „Ich kann mich an mehrere Meetings erinnern. Da geht es darum, eine Person vor den anderen fertigzumachen. Es ging öfters gegen Frauen – öfters gegen Frauen als gegen Männer“, sagte ein Mann. „Mehrere Kolleginnen haben mehrmals die Woche geweint.“

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