Kultur
22.10.2018

Kosmonauten und Parallelwelten: Die skurrilsten TV-Krimis

Ursula Strauss muss sich in "Schnell ermittelt" mit Raumfahrt befassen, im neuen Austro-"Tatort" findet man ein Schultergelenk.

Am Montag (ORF2, 20.15 Uhr) ermitteln Angelika Schnell (Ursula Strauss) und Franitschek (Wolf Bachofner) in einem skurrilen Fall: Die Friseurin Astrid (Eva Maria Marold) kann ihren frisch erneuerten Garten nicht lange genießen – denn genau dort schlägt ein Kosmonaut ein. Beim Toten werden Pläne zu einem russischen Angriff auf Europa gefunden, was die geheime Abteilung V des Innenministeriums auf den Plan ruft.

 

Die Autoren von Krimiserien und -filmen sind zwar nicht immer so kreativ wie in der aktuellen "Schnell ermittelt"-Folge "Oleg Dinisowitsch", aber auf kuriose Geschichten stößt man im Fernsehen immer wieder, wie die folgende Auflistung zeigt.

Eine Pflanze als Mörderin

In der aktuellen Staffel von "Schnell ermittelt" warten noch mehr skurrile Fälle: Etwa Am 5. November, wenn Christine Zeitlbergers Leiche mitsamt eines einzelnen Gartenhandschuhs aus der Donau gefischt wird. Kurz darauf meldet sich ihr Gärtner mit einem Hinweis bei den Ermittlern: Er ist davon überzeugt, dass es sich beim Täter um eine fleischfressende Pflanze handelt. Angelika und Franitschek sind von dieser Version nicht ganz überzeugt.

Andere Dimensionen

Bei "SOKO Donau" wurde es überirdisch: Revierinspektorin Penny (Lilian Klebow) kommt um Sekunden zu spät. Vor ihren Augen wird Professor Spiegel angeschossen, sie selbst wird durch eine Explosion in ein Paralleluniversum katapultiert. Zunächst hält sie das alles für einen Scherz. Doch als ihr Menschen gegenüberstehen, die wie ihre Kollegen aussehen, sie aber nicht erkennen, dämmert es ihr langsam: Sie befindet sich in einer anderen Welt als der ihren ... Der Fall war in Staffel 13 zu sehen, die neuen Folgen sind ab 13. November im ORF zu sehen.

Leichenfund ohne Leiche

Der Austro-Tatort "Baum fällt" (AT) wurde diesen Sommer abgedreht und kommt voraussichtlich 2019 ins Fernsehen. Bibi Fellner ( Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ermitteln, als ein gewisser Hubert Tribusser vermisst wird, Juniorchef eines Holzfachbetriebs. Schließlich wird die Leiche im Kessel des betriebseigenen Kraftwerks gefunden – zumindest das, was davon übrig ist: sein Schultergelenk aus Titan.

Ein Taucher im Wald

Der Titel des deutschen Spielfilms "Der tote Taucher im Wald" (2000) verrät bereits die Ausgangssituation: Ein Jogger entdeckt die verkohlte Leiche bei seiner morgendlichen Runde. Bekleidet mit einem Taucheranzug, 30 Kilometer vom nächsten See entfernt. Kommissar Hartwich (Grimme-Preisträger Dieter Pfaff, "Bloch") nahm die Ermittlung auf – widerwillig, schließlich stand er eine Woche vor der Pensionierung. Die Obduktion ergab, dass der Taucher nicht nur ertrunken ist, sondern vor seinem Tod auch mehrere Knochenbrüche erlitten hat.

Drübergestolpert

In der fünften Staffel von „Vier Frauen und ein Todesfall“ bereitete sich Dorf Ilm auf ein Großereignis vor: die Wiederauferstehung der "Ilmer Passionsspiele". Julies (Adele Neuhauser) Lebensgefährte Raphael (Harald Schrott) stellte den Jesus dar und wandelte über den See – als er plötzlich über eine Leiche stolperet. Julie und ihre drei Mitstreiterinnen enttarnten nicht nur Raphaels Übers-Wasser-geh-Trick, sondern machten sich auch auf die Suche nach dem Mörder.

Zweifelhafte Kunst

" Tatort" Münster: Die Stadt bereitete sich in "Gott ist auch nur ein Mensch" auf eine internationale Kunstausstellung vor, für Thiel und Boerne bedeutete das den 32. Fall. Denn es stellte sich heraus: In der vermeintlichen Clownsskulptur des Aktionskünstlers G.O.D. vor dem Rathaus war ein Toter versteckt. Und schon bald entdeckten die Kommissare eine weitere kunstvoll präparierte Leiche.