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„König der Kriminalliteratur“ mit 68 Jahren verstorben

Keigo Higashino war einer der erfolgreichsten Autoren seines Landes – verkaufte allein in Japan mehr als 100 Mio. Bücher.
JAPAN-LITERATURE-HIGASHINO

Zusammenfassung

  • Keigo Higashino, einer der erfolgreichsten japanischen Krimiautoren, starb am 23. Juli im Alter von 68 Jahren an den Folgen von Darmkrebs.
  • Der in Osaka geborene und vielfach ausgezeichnete Autor veröffentlichte 106 Bücher und verkaufte allein in Japan mehr als 100 Millionen Exemplare.
  • Higashino galt als Meister des psychologischen Krimis, dessen Romane von Motiven, inneren Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen geprägt waren und vielfach verfilmt wurden.

Keigo Higashino, einer der erfolgreichsten Krimiautoren Japans, ist tot. Higashino sei am 23. Juli an den Folgen von Darmkrebs gestorben, teilte sein japanischer Verlag Kodansha am Montag mit. Er wurde 68 Jahre alt. Higashinos Werk umfasst 106 Bücher. 

Sein Krimi „Verdächtige Geliebte“ (so der Titel der deutschen Übersetzung bei Klett-Cotta) wurde allein in Japan mehr als zwei Millionen Mal verkauft.

Higashino wurde 1958 in Osaka geboren und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er galt als Meister des psychologischen Krimis. In seinen Romanen steht häufig nicht nur die Aufklärung eines Verbrechens, sondern vor allem die Motive und inneren Konflikte der Figuren im Mittelpunkt.

100 Mio. verkaufte Bücher allein in Japan

Anders als viele klassische Krimis verrät „Verdächtige Geliebte“ etwa früh, wer für die Tat verantwortlich ist. Die Spannung entsteht aus dem cleveren Duell zwischen Ermittlern und Verdächtigen. Eine alleinerziehende Mutter wird in dem Roman nach einem Tötungsdelikt von ihrem mathematisch hochbegabten Nachbarn geschützt - bis ein hartnäckiger Ermittler die Wahrheit sucht.

Viele Romane Higashinos wurden verfilmt. „Als vielfach ausgezeichneter Bestsellerautor verkaufte er allein in Japan über 100 Millionen Bücher und begeisterte Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt. Neben seinen meisterhaften Kriminalromanen berührte er mit einfühlsamen Werken wie 'Kleine Wunder um Mitternacht' und 'Der Baum der verborgenen Erinnerungen'“, teilte die Penguin Random House-Verlagsgruppe mit, die zwei seiner Romane im Verlag Limes herausgebracht hat.

Ein Journalist der britischen Times bezeichnete Higashino mal als den „japanischen Stieg Larsson“. Higashino, so führte er in dem Porträt damals aus, erzähle von Alltagsmenschen, sozialen Spannungen und den Brüchen der japanischen Gesellschaft - und verbinde diese Themen mit komplex konstruierten Kriminalfällen.

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