Fitter denn je: Jason Derulo war neun Monate in der Reha

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03/10/2014

Jason Derulo: Eine Verletzung als "Tattoo"

Jason Derulo spielt am 12. März im Wiener Gasometer.

von Brigitte Schokarth

Jänner 2012. Zu Hause in Florida probt Jason Derulo für seine Tournee. Bei einer Tanzeinlage geht ein Rückwärts-Überschlag schief, der R&B-Sänger knallt mit dem Kopf auf den Boden.

"Das Erste, was ich probierte, war, meine Gliedmaßen zu bewegen", erinnerte er sich Derulo wieder völlig fit einem Interview mit dem Guardian. "Ich konnte alles bewegen – außer meinen Hals."

Derulo hatte sich einen Halswirbel gebrochen, jede Bewegung hätte ihn umbringen können. Doch das wusste er nicht. Er stand auf, ging zum Auto und ließ sich von seiner Mutter ins Spital fahren. "Was mir das Leben gerettet hat, war, dass ich dabei mit einem offensichtlich angeborenen Instinkt immer den Kopf gerade gehalten habe. Aber noch mehr als die Verletzung hat mich aufgeregt, dass ich die Tour absagen musste."

Problem

Dass der 23-Jährige sie schon jetzt wieder nachholen kann, mit der neuen Show am 12. März auch nach Wien kommt, werten seine Ärzte als Wunder. Dafür quälte sich der als Jason Desrouleaux geborene Amerikaner neun Monate in der Reha.

"Sieben Monate davon musste ich eine Nacken-Stütze tragen", erzählt er. "Das ist hart, denn du kannst dir nicht einmal selbst die Schuhe zubinden oder alleine duschen. Für jede Kleinigkeit brauchst du Hilfe. Und als ich dann wieder zu tanzen begann, wurden die einfachsten Bewegungen, die ich seit meiner Kindheit geübt hatte, zum Problem."

Einige dieser Grenzerfahrungen verarbeitet Derulo in den Songs seines neuen Albums "Tattoos", das er bei der ausverkauften Show im Wiener Gasometer vorstellen wird. "Solche Erlebnisse sind wie Tattoos", erklärt er. "Die kleben für den Rest deines Lebens an dir."

Musikalisch blieb Derulo auf "Tattoos" beim Charts-Pop auf den Spuren seiner Idole Michael Jackson und Justin Timberlake. Wobei er aber streng darauf bedacht war, jedem Song einen eigenen Charakter zu geben. So hat "Talk Dirty" einen pumpenden Bass und orientalisches Flair und "Fire" deutliche Hip-Hop-Einflüsse. "Vertigo" dagegen ist eine vom Piano getragene Liebesballade, die er zusammen mit seiner Freundin Jordin Sparks interpretiert.

"Ich wollte, dass das Album durch viele verschiedene Emotionen führt", sagt er. "Ich wollte, dass es wie eine Hochschaubahn-Fahrt ist – mit vielen unerwarteten Wendungen. Und ich bin dabei so ehrlich wie noch nie. Auf meinen ersten beiden Alben habe ich eine Rolle gespielt. Bei ,Tattoos‘ aber singe ich auch über düstere Momente. Und diese Songs sind vielleicht nicht so leicht zu hören, wie man das bisher von mir gewohnt war."

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