© Fabrice Gousset/Bildrecht

Kultur
06/02/2021

Jakob Lena Knebl wird Professorin für Transmediale Kunst

Die Künstlerin, die 2022 auch Österreichs Biennale-Beitrag gestaltet, folgt an der "Angewandten" auf Brigitte Kowanz

Es ist eine Weichenstellung im österreichischen Kunstwesen mit nachhaltigen Wirkungen: Denn prominente Lehrende an den Kunstuniversitäten, insbesondere in den zeitgenössischen Feldern, prägen die Szene nicht nur mit ihrem eigenen Werk, sondern auch durch die Absolventinnen und Absolventen. Brigitte Kowanz, die lange die Leitung der Abteilung "Transmediale Kunst" an der Universität für Angewandte Kunst innehatte, ist ein Beispiel dafür. Die Lichtkünstlerin und Biennale-Vertreterin verabschiedet sich nun nach rund 25 Jahren als Professorin an der Angewandten in den Ruhestand.

Nun hat die Universität für angewandte Kunst Wien die Berufung von Jakob Lena Knebl als neue Professorin für Transmediale Kunst bekannt gegeben. Die umtriebige und vielschichtige Künstlerin wird am 1.10.2021 - also zu Beginn des neuen Studienjahres - ihre Tätigkeit an der Angewandten aufnehmen, hieß es in einer Aussendung.

Für Knebl stellt die Professur ein Comeback an die Angewandte dar, da sie von 2000 bis 2005 hier Modedesign studiert und abgeschlossen hat. „Zu lehren hat für mich den gleichen Stellenwert wie meine Arbeit als Künstlerin. Nun komme ich an jenen Ort zurück, an die Universität für angewandte Kunst Wien, der mein Tun maßgeblich geprägt hat. Das freut mich außerordentlich“, so Lena Knebl über ihre neue Aufgabe.

KUNSTHAUS BREGENZ: AUSSTELLUNG "JAKOB LENA KNEBL & ASHLEY HANS SCHEIRL: SEASONAL GREETINGS"

Knebl, die ihre künstlerische Karriere relativ spät begann - sie arbeitete zuvor u.a. als Altenpflegerin - lebt ihre "Transmedialität" in einer vielschichtigen, überschwänglichen, humorvollen und dabei stets doppelbödigen Praxis aus. Knebl entwickelt Installationen, die aus Fotografien, Skulpturen, Videos, Zeichnung, Stahlkonstruktionen und Performances bestehen.

Sie selbst bezeichnet diese Szenographien, die sie oft gemeinsam mit ihrer Partnerin Ashley Hans Scheirl gestaltet, als Begehrensräume, die sich nicht nur auf Kunstinstitutionen beschränken, sondern sich auch in den öffentlichen Raum ausdehnen.

Das Duo, zuletzt mit einer Schau im Kunsthaus Bregenz präsent, wird auch den Österreich-Pavillon der nächsten Venedig Kunstbiennale konzipieren und gestalten.

 

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