Folk-Legende Joan Baez: "Ich habe so ziemlich alles rausgelassen"

Interview mit Joan Baez: „Ich habe so ziemlich alles rausgelassen“
Die legendäre Folksängerin über ihre neue Doku "Joan Baez – I Am A Noise", familiäre Traumata und warum sie Bob Dylan verziehen hat.

Joan Baez stellt sich ihrer Vergangenheit. Die legendäre Folksängerin und Aktivistin der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung zeigt sich in der herausragenden Doku „Joan Baez – I Am A Noise“ (ab Donnerstag im Kino)  auch von ihrer dunklen Seite. 

Bereits im zarten Alter  von 19 Jahren   wurde Joan Baez schlagartig berühmt und galt mit ihrem glockenhellen Sopran als „Queen of Folk“. Sie protegierte Bob Dylan, mit dem sie nach dem schmerzhaften Bruch ihrer Beziehung eine jahrzehntelange Hassliebe verband. 

1963 marschierte sie mit Martin Luther King auf dem Friedensmarsch auf Washington.  Ihre Interpretation von „We Shall Overcome“ wurde zur Hymne der friedlichen Protestkultur der Sechzigerjahre. 

Für die Doku „I Am A Noise“ öffnete Baez den Regisseurinnen Karen O’Connor, Maeve O’Boyle und Miri Navasky   den Zugang zu ihrem persönlichen Archiv. Vorsichtig, aber auch mit viel Witz, erzählt sie von psychischen Belastungen und  Depressionen, die sie über all die Jahre begleiteten. Auch der Vorwurf des Missbrauchs durch den Vater steht im Raum.  

Heute lebt Joan Baez im Alter von 82 Jahren in Kalifornien, sitzt in ihrer sonnigen Küche und gibt Interviews.  

Ein Gespräch über Bob Dylan, Vergebung und Vögel.

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