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© ImPulsTanz/Jean-Louis Fernandez

Kritik ImPulsTanz
07/21/2013

Mit Schall und Rauch

Akram Khan und seine Company stellten beim ImPulsTanz ihr jüngstes Stück vor.

Mit „iTMOi (In the Mind of Igor)“ stellten Akram Khan und seine Company am Samstag bei ImPulsTanz ihr jüngstes Stück im MuseumsQuartier vor.

Die im Frühjahr in London uraufgeführte Studie „im Geist von Igor“ ist der Auseinandersetzung mit Igor Strawinsky gewidmet, insbesondere dem vor 100 Jahren in Paris uraufgeführten „Le Sacre du Printemps“.

Doch Khan geht es weder um eine Rekonstruktion des Skandals von 1913 noch um choreografische Zitate.

Zusammen mit elf Performern befasst er sich mit dem radikal Neuen, das „Sacre“ für die Musik und den Tanz brachte. Die Biografien der ausgezeichneten Tänzerinnen und Tänzer verraten, was sie neben Tanz geleistet haben: Athleten, erfolgreiche Breakdancer und Artisten des Cirque du Soleil sind darunter. Khan rückt ihre vielseitigen Begabungen ins rechte Licht, die Entwicklung einer spezifischen Handschrift fällt so bunt aus wie ihre Interpreten.

Bilder des diesjährigen ImPulsTanz

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Laute Rhythmen

Choreografiert wurde nicht zur Originalkomposition. Nitin Sawhney, Jocelyn Pook und Ben Frost schrieben neue Musik für diese Aufführung, die vorwiegend auf laute Rhythmen setzt. Es gibt keine Rollen, doch die diabolisch-mystische Figur mit einem wild dampfenden Solo am Beginn kann als Schöpfergestalt betrachtet werden, die für Leben und Tod steht.

Das im Verlauf des Stücks wechselnde Opfer wird am Ende mit einem schwarzen Leichentuch verhüllt: Khan schafft viele starke Bilder, unterstützt von fantasievollen Kostümen Kimie Nakanos.

Eine rätselhafte Frau in Weiss mag inmitten europäischer und orientalischer Kostüme die Vergangenheit verkörpern. In ihren Bewegungen ist sie durch eine Reifrock eingeschränkt. Auch ihre Gesten scheinen aus dem Barockzeitalter zu kommen, eine Referenz an Strawinskys Wurzeln.

Erinnerung an Nijinsky

Schemenhaft erinnert Khan auch an Vaslaw Nijinsky, den Choreografen der Uraufführung.

Er wird in ästhetisch ansprechenden Szenen durch Anspielungen auf Rollen wie Petruschka oder auch seinen legendären Faun lebendig. Sie führen direkt in die Tanzsprache der Gegenwart.

KURIER-Wertung: **** von *****

Info: iTMOi: Akram Khan und seine Company zeigten bei ImPulsTanz ihr jüngstes Stück im MuseumsQuartier/ Halle E. Es ist noch am 22. und 23. Juli zu sehen.

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