Wie Helmuth Gsöllpointner mit 90 in einen kreativen Furor verfiel

Wie Helmuth Gsöllpointner mit 90 in einen kreativen Furor verfiel
Der Bildhauer und Designer, über viele Jahre wichtiger Impulsgeber für Linz als Kulturstadt, zeigt in Wien neueste Skulpturen

Es war ein Stahlwürfel, klein genug für eine Handfläche, der den Kunsthändler Alexander Giese auf die Spur von Helmuth Gsöllpointner brachte. Das Objekt, das Giese im Haus eines Sammlers erblickte, lässt sich wie ein 3-D-Puzzle entlang mehrerer Achsen auseinanderziehen. Als Skulptur wurde das Objekt exakt geplant und präzise gefertigt – und braucht doch ein Gegenüber, um vollendet zu sein. 

Mit dieser Form der Bildhauerei steht Helmuth Gsöllpointner in der Kunstwelt international als ziemlich singuläre Erscheinung da. Und wenngleich der Künstler seine „Variablen Objekte“ seit 1970 in den verschiedensten Größen und Materialien angefertigt hat – aus Holz, aus dem Baustoff Porit, aus Aluminium oder aus Stahl – blieb sein Schaffen doch immer stark mit seiner Herkunftsregion Oberösterreich verbunden. 

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