Gurlitt: Schweizer Museum lässt Erbe prüfen

Das Haus des Deutschen Cornelius Gurlitt in der Ca…
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Prüfung der Fragen zum Nachlass könnte bis Ende 2014 dauern.

Das Kunstmuseum in Bern lässt sich mit der Entscheidung über die Annahme des Erbes von Cornelius Gurlitt Zeit. Die Prüfung "der vielfältigen Fragen, die der Nachlass Gurlitt aufgibt", könnte bis Ende des Jahres dauern, wie das Museum am Freitag erklärte. Das Haus lässt sich durch Rechtsanwälte in Deutschland, der Schweiz und Österreich beraten.

"Ziel der laufenden Arbeiten ist es, eine verlässliche Grundlage zu schaffen für den Entscheid betreffend Annahme oder Ausschlagung der Erbschaft", heißt es in einer Mitteilung. Vor allem gehe es um die Klärung der rechtlichen Umstände. Mehrere Werke der Gurlitt-Sammlung stehen im Verdacht, Nazi-Raubkunst zu sein. Für die Klärung aller Fragen werde "voraussichtlich die gesamte zur Verfügung stehende Frist von sechs Monaten ausgeschöpft werden müssen", heißt es in der Mitteilung des Museums.

Der Anfang Mai in München gestorbene Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt, der monatelang im Zentrum einer großen Nazi-Raubkunst-Debatte um seine Sammlung stand, hatte das Berner Kunstmuseum zum Alleinerben bestimmt. Das Testament war dem Haus am 10. Juni zugestellt worden. Es hat damit Zeit für eine Entscheidung bis etwa Anfang Dezember.

(APA) Erstellt am
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