Kultur
08.12.2011

Gerald Matt und Franz Patay im Kurzporträt

Der dienstfrei gestellte Kunsthallen-Direktor und sein interimistischer Nachfolger im Fokus.

Am Freitag stellen Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) und der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo die neue Struktur der Kunsthalle Wien vor. Im Zuge dessen wurde bekanntgegeben, dass der in die Kritik geratene Direktor Gerald Matt zunächst für drei Monate dienstfrei gestellt wird und interimistisch Kunsthaus-Geschäftsführer Franz Patay die Leitung der Kunstinstitution übernimmt. Im Folgenden Kurzporträts der beiden Kunstmanager:

Gerald Matt, seit 1996 Direktor und Kurator der Kunsthalle Wien, studierte Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaft und Kunstgeschichte. Der "Dandy der Wiener Kunstszene", wie der u.a. als Gastprofessor der Universität für angewandte Kunst tätige Matt vielfach bezeichnet wurde, begann seine Karriere als parlamentarischer Mitarbeiter der FPÖ. Von 2001 bis 2006 war der gebürtige Vorarlberger Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Museums für Moderne und zeitgenössische Kunst Bozen. Sechs Jahre beriet er auch das Museum Moderner Kunst Bologna, und von 2007 bis 2010 war er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats und Kurator der temporären Kunsthalle Berlin. Als Lektor war er auch am Institut für Kulturmanagement in Wien und am CIAM, Zentrum für Internationales Kunstmanagement Köln, tätig. Bis zur Aufklärung der Vorwürfe gegen ihn wird Matt nun von seinem Kunsthallen-Amt dienstfrei gestellt.

Franz Patay, seit Oktober 2007 Geschäftsführer im Kunst Haus Wien, übernimmt interimistisch die Leitung der Kunsthalle Wien. Der promovierte Jurist war im Laufe seiner Karriere bereits in verschiedenen Funktionen im Kulturbereich tätig.

Seit 1994 übt der Wiener die Funktion des Generalsekretärs des Internationalen Musik & Medien Zentrums Wien (IMZ) aus, das unter anderem das Filmfestival am Wiener Rathausplatz organisiert. Sieben Jahre lang fungierte er als stellvertretender Rektoratsdirektor an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Der koordinationserfahrene Kulturmanager gilt seit seinen Engagements als Chef der Wiener Mozartjahr-Gesellschaft (2006) und der Joseph Haydn Burgenland Gmbh anlässlich des Haydnjahres 2009 als Spezialist für die Organisation von kulturellen Großprojekten.

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