Galerist Ropac startet Corona-Hilfsprojekt auch in Salzburg

Thaddaeus Ropac
Zwanzig junge Kunstschaffende werden mit je 5000 Euro gefördert, bis 1. August läuft die Bewerbungsfrist

Im Gespräch mit dem KURIER Anfang Juni hatte der international erfolgreiche Galerist Thaddaeus Ropac am Rande bereits Pläne angekündigt, aber noch nicht konkretisiert: Nach dem Projekt einer großen Verkaufsausstellung, bei der Ropac ab September seine große Pariser Kunsthalle ganz jungen Kolleginnen zur Verfügung stellen will, sollte es auch am Salzburger Standort ein Zeichen der Solidarität geben. Wie dies aussieht, wurde nun bekannt gegeben: Die Galerie vergibt jeweils 5000 Euro an zwanzig in Salzburg lebende Kunstschaffende, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten gelangt sind.

Die Auswahl der Empfängerinnen und Empfänger lagerte Ropac an den Salzburger Kunstverein aus. An diesen sind bis 1. August Bewerbungen zu richten. Alle eingehenden Unterlagen werden von einer Kommission begutachtet, die aus Susanne Knauseder (Salzburger Kunstverein), Karolina Radenković (galerie5020), und Gerold Tusch (Künstler und Vorstandsmitglied des Salzburger Kunstvereins) besteht.

"Wir sind daran interessiert, dass die Kunstwelt so breit aufgestellt ist wie möglich und dass alles richtig floriert", erklärte Ropac im KURIER-Gespräch - auch für den Londoner Standort wolle man sich ein Format überlegen. Das staatliche Unterstützungssystem nimmt der Galerist aber nicht aus der Pflicht: "Am Höhepunkt einer solche Krise können wir natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, aber immerhin. Wir versuchen unser bestes und hoffen, dass es bei denen ankommt, die es am meisten brauchen."

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