Die Fantastischen Vier mit ihrer "Rekord"-Show in der Wiener Stadthalle.

© KURIER/Jeff Mangione

Für die Fantas hüpfen bis die Sohle brennt
01/10/2015

Für die Fantas hüpfen bis die Sohle brennt

Zum Jubiläum ein Triumphzug der Fantastischen Vier bei ihrem KURIER-Konzert in der Wiener Stadthalle

von Brigitte Schokarth, Jeff Mangione

Eine "mega-geile" Fanta-Party hatten Thomas D., Smudo, And.Ypsilon und Michi Beck für ihr Wien-Konzert versprochen. Und sie hielten Wort: Freitagabend zogen Die Fantastischen Vier in der Wiener Stadthalle einmal mehr alle Register ihres Könnens. Die Show zum 25-jährigen Bandjubiläum wurde – nach einer kurzen Anlaufphase – schnell zum Triumphzug für die Stuttgarter.

"Rekord" – nach ihrem jüngsten Album – haben die vier Rapper diese Show genannt. Und die zeigt deutlich, was diese Band live so mitreißend macht: Die perfekte Umsetzung eines im Studio als Computer-Puzzle entstehenden Sounds in die Live-Situation. Dagegen kann jeder Eminem einpacken.

Mühelos schieben die Fantas – verstärkt von zwei Schlagzeugern und je einem Gitarristen, Bassisten und Keyboarder – Funk, Rock, Pop und bei Songs wie "Tag am Meer" sogar jazzige Soli unter die Raps und zwischen die wenigen Beats, die Andy von der Konserve abruft.

Fanta Vier: Bilder vom Wien-Konzert

Die Fantastischen Vier

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Rückblick

Dazu kommt ein Programm, das anlässlich des Jubiläums neben den Songs von "Rekord" auch Rückblicke in längst Vergangenes bietet. Hier streuen die Fantastischen Vier "Dicker Pulli" ein, dort "Sie ist weg".

Die Show ist geprägt von zwei bis unter die Decke reichenden Videoschirmen und einem monströsen LED-Würfel, der über den Köpfen der Rapper hängt. Er zeigt die Bilder des Bühnengeschehens, häufiger aber – dem Thema "Rekord" angepasst – Kassetten-Rekorder oder Details aus Mischpulten. Ein Spektakel der eleganten Art.

Zwar dauerte es diesmal etwas, bis der beim ersten Auftritt der Rapper in der Mitte der Halle arg kreischende Sound alle Arrangement-Feinheiten preisgab. Man hatte sogar das Gefühl, dass die Vier – alle gerade aus dem Weihnachtsurlaub zum ihrem ersten Konzert des Jahres gekommen – auch selbst eine kleine Anwärmphase brauchten.

Aber spätestens nach einer halben Stunde waren die Aufforderungen "Hände in die Höhe" überflüssig. Dafür brauchten die 10.500 Fans in der Stadthalle dann nur mehr ein paar Anfangstöne von Hits wie "Was geht", "Troy" und "MfG".

Zu hüpfen, die Raps mitzubrüllen und permanent mit den Armen zu wedeln befahl schon alleine die ansteckende Energie, die von der Bühne kam.

KURIER-Wertung:

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