Kino wie noch nie

© Filmarchiv Austria

Freiluftkino
07/30/2013

Heiße Phase unter freiem Himmel

Das lang anhaltende Schönwetter führt zu Rekordbesuchen in den Open-Air-Kinos.

von Alexandra Seibel

Die Open-Air-Sommerkinos zählen zu den beliebtesten Orten, um abends eine kühle Brise zu erhaschen. Dementsprechend hochtourig verläuft auch die Besucherauslastung. Zu einer sehr erfreulichen Bilanz kam etwa das „ Kino unter Sternen“ vor der Karlskirche, das am 20. Juli zu Ende ging. Wie die Festivalleiterin Judith Wieser-Huber bekannt gab, war das Open-Air-Kino auch heuer mit 19.000 Besucher an 23 Tagen bestens ausgelastet. Gegenüber dem Vorjahr mit 18.000 Besuchern konnte man sogar eine leichte Steigerung erzielen. Auch das Wetter – obwohl am Festivalbeginn Ende Juni etwas kälter – war insgesamt gnädig.

Die meisten Wiener Sommerkinos gehen Ende Juli mit ihrem Freiluftprogramm in die Halbzeit – und profitieren weiterhin vom anhaltenden Schönwetter. Das Filmfestival vor dem Wiener Rathaus (www.wien-event.at) beispielsweise lockte im Juli bereits mehr als 300.000 Besucher auf den Platz. Wie das Stadt Wien Marketing verlautete, war dies „der beste Juli, den wir bisher erzielt haben“. Was unter anderem auch daran lag, „dass wir noch nie so eine lange, schöne Wetterperiode hatten“.

Überblick

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Zweite Halbzeit

Davon profitiert auch ein Klassiker unter den Sommerkinos, „Kino wie noch nie“ (www.kinowienochnie.at) vom Filmarchiv Austria. Zur Halbzeit zählte das Festival im Augarten knapp 10.000 Besucher – „ein Rekordkurs“, wie Filmarchiv-Austria-Chef Ernst Kieninger bestätigt. Nicht zuletzt wetterbedingt hätte man jetzt bereits so viele Besucher, wie manchmal Schlechtwetter-bedingt in einer ganzen Saison. Gespielt wird noch bis 18. August: Am Dienstag (21.30) etwa wird ein Glanzstück der Filmgeschichte, F. W. Murnaus Stummfilmklassiker „Tabu“ von 1931, gezeigt.

Auf einen heißen August darf auch das Arena Sommerkino (www.arena.co.at) hoffen, dessen Programm erst beginnt: Am Montag (5.8., 21.30 Uhr) startet man mit Paul-Julien Roberts famoser Doku „Meine keine Familie“, in der sich der Filmemacher an seine Kindheit in der Mühlkommune erinnert.

Wer es bei Hitze doch lieber kurz hat, besucht das Gartenpalais Schönborn in der Josefstadt und sieht sich bei „esspressofilm“ (www.esspressofilm.at) Kurzfilme an. Am Donnerstag (1.8., 21.30) etwa gibt es frühe Arbeiten von Ulrich Seidl zu sehen: „einsvierzig“ und „der ball“.

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