Frank Castorf inszeniert "Heldenplatz": Backerbsensuppe, lauwarm

Frank Castorf inszeniert "Heldenplatz": Backerbsensuppe, lauwarm
Der Regisseur drehte Thomas Bernhard durch den Fleischwolf und servierte einen faschierten Braten. Nur manche Zuspeisen mundeten

Der Wiener Heldenplatz hat ihm nicht gereicht, es musste schon das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg sein (oder etwas in dieser Dimension): Als  Prospekt hinter der Drehbühne dient Frank Castorf ein ins Gigantische vergrößertes Schwarzweiß-Foto mit Abertausenden zum Gruß ausgestreckten Armen.

Auch die im Programmheft angegebenen vier Stunden reichten ihm nicht:  Am Samstagabend, bei der Premiere von „Heldenplatz“, waren  es fünfeinviertel. Vier hätten es auch getan, aber Castorf reizte in altbekannter Manier aus – und im Burgtheater fand sich niemand, der dem 72-jährigen Wunderkind Einhalt geboten hätte.

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