Auch Autofahrer brauchen Babysitter

Francine Prose
Foto: AP/Paul Hawthorne

Francine Prose macht sich in ihrer Immigrationsgeschichte "Lügen auf Albanisch" über die Amerikaner lustig.

Lügen auf Albanisch. Der Titel wird dem Buch nicht gerecht. Im Original heißt Francine Proses’ Roman „My New American Life“. „Mein neues amerikanisches Lebens “ soll auch der Titel des Tagebuchs sein, das die junge Albanerin Lula auf Anraten ihres Einwanderungsanwaltes schreibt. Sie hätte es lieber „Fremder in einer fremden Welt genannt“, aber das Buch gab’s schon. Lula lebt als Kindermädchen bei Börsenmakler Mister Stanley. Sie soll auf dessen halbwüchsigen Sohn Zeke aufpassen. „Zeke konnte so manches, was Lula nicht konnte, zum Beispiel Autofahren.“ Da aber die Amerikaner sehr sicherheitsbewusst sind, braucht der junge Führerscheinbesitzer ein Kindermädchen.

prose_carls-books.jpg Foto: Carl's Books Die New Yorkerin Francine Prose, geboren 1947, macht sich in ihrer lakonischen Immigrationsgeschichte über die Amerikaner lustig. Beißend, manchmal spekulativ.

KURIER-Wertung: *** von *****

(KURIER) Erstellt am
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