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Flop: „Vaiana“ bleibt weit hinter Erwartungen

Das Live-Action-Remake des Animationsfilms könnte Disney 100 Millionen Dollar kosten.
MOANA

von Flora Werner-Tutschku

Am Eröffnungswochenende von Disneys „Vaiana’’ wurde der Film in 3.827 nordamerikanischen Kinos gezeigt und spielte dabei 43 Millionen Dollar ein. Angesichts des enormen Produktionsbudgets von 250 Millionen Dollar ist das allerdings eher schlecht, nicht einberechnet sind die immensen Marketingausgaben für den Kinofilm.

Auch im Ausland stößt die Adaption nur auf wenig Resonanz: 52 Millionen Dollar wurden dort bisher an den Kinokassen eingenommen. Disney hatte im Vorfeld mit 60 bis 65 Millionen Dollar in den USA und 140 Millionen Dollar weltweit gerechnet, schon das wäre für einen Film dieser Größe mager gewesen. Damit liegt “Vaiana’’ fast gleichauf mit der Realverfilmung „Schneewittchen’’ aus dem Jahr 2025, die “nur’’ 42 Millionen Dollar beim Debütwochenende erbrachte.

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David A. Gross, Herausgeber des Newsletters „FranchiseRe’’, äußert, Disney habe das Genre der Realfilm-Neuverfilmungen praktisch erfunden und sei damit sehr erfolgreich gewesen. Dieser Start liege aber weit unter früheren Erfolgen. Titel wie “Lilo & Stitch’’, „Der König der Löwen“ und „Aladdin“ aus dem Jahr 2019 waren Erfolge und knackten jeweils die Milliarden-Dollar-Marke. Die Vorlagen stammen allesamt aus den 1990ern und frühen 2000ern.

Zu früh für ein Remake

Einmal mehr verdeutlicht dieser Kinoflop die Bedeutung des Timings bei der Veröffentlichung einer Neuverfilmung. Kommt eine Adaption Jahrzehnte nach dem Original heraus, wie bei „Schneewittchen“, fehlt einem Großteil des heutigen Publikums der kulturelle Bezug zur Geschichte. Erscheint sie dagegen kurz nach dem Original, wirkt ein erneuter Kinobesuch fast überflüssig.

Genau das scheint hier der Fall zu sein: Der animierte zweite Teil kam vor gerade einmal 20 Monaten in die Kinos. Diese kurze Zeitspanne sei für ein Realfilm-Remake eindeutig zu knapp, so auch die Einschätzung von Gross.

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