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Hommage: Museum verteilt 390 Kilo Erdnussbutter auf dem Boden

Das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam installierte das legendäre Kunstwerk „Pindakaasvloer“ des verstorbenen Konzeptkünstlers Wim T. Schippers neu
Peanut butter floor at Rotterdam museum as tribute to Wim T. Schippers

Zusammenfassung

  • Das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam hat 390 Kilogramm Erdnussbutter als Hommage an den kürzlich verstorbenen Künstler Wim T. Schippers auf dem Boden seines Depots verteilt.
  • Mit der bis zum 6. September gezeigten Neuinstallation von „Pindakaasvloer“ würdigt das Museum ein 1962 konzipiertes Werk, das 1997 in Utrecht bereits für Aufsehen sorgte.
  • Für die 25 Quadratmeter große Bodenarbeit setzten sogenannte „Erdnussbutter-Stuckateure“ Schippers’ Idee um, mit einem Erdnussbutter-Boden Fragen nach Sinn und Wesen von Kunst aufzuwerfen.

390 Kilogramm Erdnussbutter sind auf dem Boden des Depots des Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Künstler Wim T. Schippers verteilt worden. Als Hommage an den Konzept- und Performancekünstler sei dessen legendäres Kunstwerk „Pindakaasvloer“ (Erdnussbutter-Boden) erneut installiert worden und könne bis zum 6. September besichtigt werden, teilte das Museum mit.

Das 1962 erstmals konzipierte Kunstwerk sorgte bei einer erneuten Ausstellung 1997 in Utrecht für Wirbel. Unter dem Motto „Erdnussbutter mit Schokoladenstreuseln schmeckt viel besser“ warfen vier Jugendliche Brote mit Schokostreuseln auf das Kunstwerk. Der Künstler nahm die Aktion der jungen Leute damals gelassen. „Das sieht nicht schlecht aus“, sagte er der Zeitung De Volkskrant.

Erdnussbutter-Stuckateure bringen Kunstwerk in Form

Für die erneute Umsetzung des „Erdnussbutter-Bodens“ beauftragte das Rotterdamer Museum sogenannte „Erdnussbutter-Stuckateure“. Am 2. und 3. Juli machten sie sich, ausgerüstet mit Eimern voller Erdnussbutter und Stuckateurwerkzeug, an die Arbeit, um den 25 Quadratmeter großen Boden zu gestalten. 

Die verwendete Erdnussbutter spendete die niederländische Marke Calvé – Schippers' Lieblingsmarke, wie das Museum meinte. „Weil sie sich so gut streichen lässt“, habe er gesagt.

Im Mittelpunkt des Kunstwerks stehe die Idee, dass in einem Museum ein Boden aus Erdnussbutter verlegt ist und sich die Besucher nach dem Warum fragten, erläuterte das Museum. Die Arbeit werfe Fragen auf wie: Ist das Kunst und darf ich das schön finden? 

Schippers habe Kunst als etwas gesehen, das nicht unbedingt logisch oder nützlich sein muss. Der „Pindakaasvloer“ war Bestandteil einer Serie von Bodenarbeiten, bei denen Schippers unter anderem Glasscherben und Salz auf dem Boden verteilte.

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