Kultur 08.05.2018

Elina Garanca singt am 4. Juli wieder in Göttweig

© Bild: Kurier/Juerg Christandl

Zum elften Mal bittet Opernstar Elina Garanca unter dem Titel "Verismo" zum Klassikevent des Jahres

Kommenden Samstag (12. Mai) gibt sie an der Wiener Staatsoper ihr Debüt als Dalila in Camille Saint-Saëns’ „Samson et Dalila“, doch im Herzen ist Elīna Garanča auch schon bei einem für sie sehr wichtigen Konzert. Am 4. Juli (20.30 Uhr) bittet die fantastische Mezzosopranistin zum bereits elften Mal zu „Klassik unter Sternen“ nach Stift Göttweig.

Verismo“ lautet heuer das treffende Motto. Denn: „Ich bin eine Sängerin, die immer auf ihr Bauchgefühl hört. Und da ich jetzt einen Fachwechsel hin zum Dramatischen gemacht habe, werde ich diesmal mit meinen Kollegen Verismo-Arien singen. Also wird man etwas aus ‚Aida‘, ‚Adriana Lecouvreur‘ oder ‚Cavalleria‘ hören“, so der Weltstar bei der Programmpräsentation.

Als „Friends“ sind heuer die italienische Sopranistin Anna Pirozzi sowie der Tenor Gregory Kunde zu erleben. Garanča: „Gregory Kunde kommt so wie ich aus dem Belcanto-Fach und singt inzwischen die hochdramatischen Tenorpartien. Und Anna Pirozzi feiert nicht nur als ‚Aida‘ internationale Erfolge. Wir sind ganz dem Verismo, also der Wahrhaftigkeit verpflichtet.“

Für das Programm ist erneut Garančas Ehemann Karel Mark Chichon zuständig, der auch heuer am Pult des Symphonieorchesters der Volksoper Wien stehen wird. Garanča: „Das Orchester gehört zu uns wie ein Handschuh zu einer Hand. Wir sind im Laufe der Jahre eine echte Familie geworden.“ Eine „Familie“, die bis dato mehr als 55.000 Besucher nach Göttweig gelockt hat.

Einzigartig

„Die Kombination – ein Weltstar, ein einzigartiges Ambiente und die wunderbare Musik – ist aus der Kulturlandschaft Niederösterreichs nicht mehr wegzudenken. Das ist auch auf der ganzen Welt nicht nachahmbar“, sagt denn auch Erwin Hameseder, der als Obmann der Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien einer der Ermöglicher von „Klassik unter Sternen“ ist. „Göttweig ist uns ein gemeinsames Anliegen“, so Hameseder in Hinblick auf die Sanierung des Stiftes. Nach sechs Jahren ist nun das Dach des Weltkulturerbes fertig saniert, an die 150.000 Euro sind durch diverse Aktivitäten dafür zusammengekommen. „Klassik unter Sternen“ kostet den Steuerzahler übrigens keinen Cent. Man setzt auch im elften Jahr auf Sponsoren.

Für 2019 ist das Konzertevent – wie auch der Nachfolger „Klassik in den Alpen“ (7. Juli 2018, in Kitzbühel) – bereits fixiert. Man will aber bereits demnächst die Folgejahre festlegen. Garanča: „Diese Konzerte sind für mich, für uns im Sommer absolute Fixpunkte.“ Lachend: „Wenn es nach mir geht, würde ich gern ein Vierteljahrhundert ‚Klassik unter Sternen‘ erreichen.“

Die Nachfrage jedenfalls ist ungebrochen; der Kartenverkauf läuft extrem gut. „Vermutlich wird es schon nach dem Muttertag kommenden Sonntag schwer sein, überhaupt noch Karten zu bekommen“, sagen die Veranstalter über die wie immer von ORF-Kulturlady Barbara Rett moderierte Gala.

www.klassikuntersternen.at

( kurier.at ) Erstellt am 08.05.2018