Angelina Heger sah sich gezwungen, einen "blöden Satz" auszusprechen.

© © RTL/Stefan Menne

Die Selbsterkenntnis des Dschungelkükens
01/24/2015

Die Selbsterkenntnis des Dschungelkükens

Tag 8 in Australien: Angelina Heger zog einen Schlusstrich unters Dschungelcamp. Auch Patricia Blanco muss gehen.

von Peter Temel

Was tut man nicht alles fürs Fernsehen? Sich jeden Tag beim Duschen filmen lassen, vulgäre Sprüche absondern, mit Leuten gemeinsam im Dschungel hocken, neben denen man es schon an der Bar keine zehn Sekunden aushalten würde.

Der 22-jährigen Angelina Heger hat es nun nach acht Tagen gereicht. Gepenzt und geheult hat sie ja schon seit mehreren Tagen Dschungelcamp. "Ich bin körperlich und psychisch am Ende", sagte sie nun.

Jetzt könnten wir natürlich sagen: Ha! In Wahrheit wollte sie nicht riskieren, wie schon beim "Bachelor" ins Finale zu kommen, um dann erst recht nicht ausgewählt zu werden. Oder: Ha! Sie will ja nur nach Hause zu ihrer Mami.

Das Dschungelküken hat aber so etwas wie Selbsterkenntnis bewiesen: Sie sei zu jung und nicht stark genug für das Camp. Und: "Ich bin gar nicht so groß wie ich immer dachte." Das hat das Dschungelcamp schon vielen aufgezeigt. Manche merkten hingegen, dass sie größer sind, als sie dachten. Nur Walter Freiwald glaubt, dass er der Größte überhaupt ist.

Angelina verkündete also mit Tränen in den Augen: "Ihr wisst, mir geht es nicht gut und deswegen gehe ich jetzt. Ich muss jetzt diesen blöden Satz sagen: Ich bin ein Star – bitte holt mich hier raus!"

Sie sagte das wohlgemerkt erst NACH ihrer Dschungelprüfung. Das bedeutete, vorher noch geteert und gefedert zu werden, mit grünen Ameisen im Dekolleté, mit einem Krokodil am Bauch, und, am Schlimmsten, mit Walter Freiwald in einem engen Käfig. Aber: Was tut man nicht alles fürs Fernsehen?

Dschungelcamp 2015 in Bildern

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Haupt- und Nebenrolle

Die Hauptrolle spielt derzeit der Dauerregen. Das Bächlein neben dem Camp führt bereits beträchtlich viel Wasser. Das Jammern über die körperliche Verfassung ist auch großes Thema, manche klagen über Blähungen, Mundgeruch, zu wenig Schlaf. Da erschien auch einmal eine gute Nachricht notwendig: Patricia Blanco verlässt das Dschungelcamp ebenfalls. RTL ließ trotz Angelina Hegers freiwilligen Abgang das Publikum per Telefon abstimmen.

Rolfe Scheider war ebenfalls "Vielleicht"-Kandidat. Es wundert nicht: Von ihm gab es nichts zu hören. Rebececa Simoneit-Barum bleibt Totalausfall und sollte im Camp nur noch Simoneit-Warum? genannt werden. Benjamin Boyce bekam von der RTL-Regie immerhin ein einminütiges Rührstück am Tümpel ("Bin nicht mehr der junge Sunnyboy") und eine Schatzsuche spendiert.

Der Konflikt

Dass Walter die Hauptrolle hat, erwähnen wir hier lieber gar nicht mehr. Er tut es ja unentwegt selbst ("Ich habe keine Konkurrenz"). Maren Gilzer nahm sich den designierten Dschungelkönig in einem Streitgespräch zur Brust, und "bat" ihn, spitze Bemerkungen gegen sie zu unterlassen. Bei Zuwiderhandeln, und ein solches deutete Freiwald mehr als deutlich an, würde sie ihm in die "Eier, die die TV-Nation gesehen hat" treten. "Leg dich nicht mit mir an, du ziehst den Kürzeren" setzte Gift-Gilzer noch nach. Auch das "A-Wort" fiel. Ein schönes, aber irgendwie auch trauriges Duell.

Bekleidungsfaktor

Angelina Heger duschte zum Abschied im Bikini vor den RTL-Kameras. Walter Freiwald entledigte sich bei seinem Brausebad nach der Dschungelprüfung nicht nur des Schleims und Getiers, sondern auch all seiner Kleider. Sara Kulka fand, er habe sich "lecker gehalten, sieht doch super aus. Er müsste halt nur was mit dem Buckel tun." Nur, welche der vielen Buckel meint sie?

Tanja Tischewitsch, die wieder durch ständiges Schnattern auffiel, durfte sich bei der "Schatzsuche" im schwarzen Zweiteiler in einer rostigen Badewanne räkeln und flirtete dabei mit einer Go-Pro-Kamera. Benjamin Boyce musste derweil mittels einer Gummistiefelhose (nennt man das so?) Wasser zur Badewanne transportieren, um diese zu befüllen. Tischewitsch wurde also feucht. "Negativ feucht", wie sie sagte.

Zwischenmenschliches

Walter umarmte Angelina, weil die so traurig war. Tanja umarmte Angelina, obwohl sie wabbeliges Zeug, Federn und Getier am Körper trug. Irgendwie umarmten alle Angelina und natürlich umarmten sie auch Patricia Blanco bei ihrem Abgang.

So gesagt

Fürs vulgäre Sprüche absondern war übrigens wieder einmal Sara Kulka verantwortlich. Sie sagte: "Das Leben hier ist härter als ..." Den Rest können Sie sich dazudenken.

"Das Camp leidet unter vorzeitigem Damenverdruss." - Sonja Zietlow

"Wer auch immer gehen will, kann gehen. Der Sieg für mich steht fest. Ich werde Dschungelkönig" - Walter Freiwald

"Zwei Stars verlassen das Camp. Nein es sind nicht die Brüste von Tanja." - Sonja Zietlow

Ekelfaktor

In der Dschungelprüfung "Schlimms Märchen" mussten Walter und Angelina leicht uminterpretierte Märchen nachspielen. Der Ekelfektor hielt sich in Grenzen. Dennoch wollten die beiden keinen Kakerlaken-Lebkuchen essen. Wenigstens den Kröten-Kuss kriegten sie hin. Beim "Welche berühmte Person bin ich?"-Raten kam Walter durch gezieltes Fragen rasch auf Helene Fischer. Angelina hingegen gelang es nicht, das Rätsel zu lösen. Die Antwort hätte gelautet: Vorjahres-Teilnehmer Michael Wendler. "Das ist doch kein Star!" sagte sie und landete zumindest noch einen Gag.

Richtig ekelhaft wurde es erst, als die ausgehungerten und mit eintöniger Kost versorgten Campbewohner mit dem Inhalt der von Tanja und Benjamin erbeuteten Schatzkiste belohnt wurden. Da kamen doch tatsächlich die Keksriegel eines Sponsoren zum Vorschein. "Das war unglaublich!" kommentierte einer. "Was besseres hätte ich mir nicht wünschen können, ein Magic Moment!" sagte eine andere. Man dachte an fingierte Lobgesänge aus einem billig produzierten Teleshopping-Spot. Interessant, dass sich ausgerechnet Herr Freiwald mit dem Produkte-Bejubeln zurückhielt. Es wäre doch seine Paradedisziplin gewesen.

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