Kultur 05.12.2011

Drei Premieren für das Schauspielhaus Wien

© Bild: Ruth Ehrmann / Schauspielhaus

Das Theater im Alsergrund bringt im Oktober u.a. eine Streeruwitz-Romanadaption. Für April hat Musiker PeterLicht Molière neu gedichtet.

Als "mittelständische Firma" bezeichnete Intendant Andreas Beck das Schauspielhaus Wien anlässlich der Spielplanpräsentation. Die gute Laune ist Resultat einer Saisonauslastung von 81 Prozent. Und der Tatsache geschuldet, dass man durch diesen Erfolg bereits einen Teil der Subventionsvorgriffe an die Stadt Wien abbezahlen konnte.

Beck dankt jedenfalls für das in ihn gesetzte Vertrauen, denn: "Vom Bund kommen keine neuen Gelder. Aber das kennt man ja." Er sei allerdings noch mit Kulturministerin Schmied am Verhandeln, da ohne sie das Schülerschreibprojekt "Szene machen!" eingestellt werden müsse.
Für seine fünfte Spielzeit plant Beck fünf Ur- und zwei Österreichische Erstaufführungen. "Wir werden unsere Definition von Autorentheater erweitern", kündigt er an.
Die Saison soll sich zwischen den beiden Polen "Lohn der Arbeit" und "Arbeitslohn" bewegen, also Themen wie Leistung, Verdienst, Wert nachgehen.

Paulus Hochgatterer im April, Franz Schubert-Serie ab Jänner

In der letzten Saison mit einer Auslastung von 81 Prozent gesegnet, widmet sich das Schauspielhaus in der folgenden dem Themen Leistung und Verdienst.
© Bild: Ruth Ehrmann / Schauspielhaus

Eröffnet wird im Oktober mit drei Premieren in zwei Wochen: Hans-Gratzer-Stipendiat Kevin Rittberger hat mit "Puppen" (6. 10.) ein Stück über Beruf und Berufung geschrieben. Ab 13. 10. behandelt Ewald Palmetshofer in "Körpergewicht. 17 %" den Verlust von Arbeit als sinnstiftender Tätigkeit. Die Beck-Entdeckung schreibt fürs Burgtheater, berichtet der Schauspielhaus-Chef nicht ohne Stolz. Am 15. 10. folgt eine Bühnenadaption von Marlene Streeruwitz' Roman "Entfernung".

Musiker PeterLicht hat für Februar Molières "Geizigen" neu gedichtet; für April steht als Auftragswerk Paulus Hochgatterers "Makulatur" auf dem Programm. "Die Serie" ist diesmal Franz Schubert gewidmet. Dem berühmten Sohn des Alsergrund soll in fünf Winterwanderungen, die in private Musiksalons führen, nachgespürt werden (ab 14. 1.).

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011