Donauinselfest: Amy und die Sportfreunde begeisterten

Organisatoren freuen sich über starken Auftakt - auch die Politik suchte ihre (Wahlkampf)-Bühne.
Eine große Menschenmenge jubelt bei einem Open-Air-Konzert.

Pünktlich um 18 Uhr gab Bürgermeister Michael Häupl per Videobotschaft den Startschuss: Das 30. Donauinselfest ist am Freitag eröffnet worden. Bereits am ersten Tag der Jubiläums-Sause waren rund 900.000 Besucher auf der Insel unterwegs (siehe Bildergalerie). Als Höhepunkte des Auftakttages gab es Auftritte von Amy Macdonald, der Sportfreunde Stiller, Petra Frey und Kabarett von Alfred Dorfer. Nennenswerte Zwischenfälle gab es am Freitag nicht. Zum Programm des Donauinselfestes

Insgesamt werden bei dem drei Tage dauernden Freiluftspektakel rund 2.000 Künstler auftreten. Das Fest wird von der Wiener SPÖ veranstaltet und kostet vier Mio. Euro. Im Vorjahr kamen insgesamt rund drei Mio. Besucher und sorgten für einen Umsatz von insgesamt 50 Mio. Euro. Neben Kabarett und Musik werden auf dem Gelände zwischen Nord- und Reichsbrücke auch Kinderunterhaltung und Sportprogramm geboten. Die U-Bahnlinien U1 und U6 werden bis in die Nacht in dichteren Intervallen fahren. Mehr Infos bei den Wiener Linien

Insel-Impressionen vom Freitag

Eine große Menschenmenge jubelt bei einem Open-Air-Konzert vor einer Bühne.

Eine große Menschenmenge jubelt bei einem Open-Air-Konzert.

Donauinselfest…
Eine Frau mit Hut spielt Gitarre auf einer Bühne.

Eine Frau mit Hut spielt Gitarre auf einer Bühne.

Amy Macdonald spielt Gitarre auf der Bühne, begleitet von einem Schlagzeuger.

Eine Frau sitzt auf den Schultern eines Mannes und hält ein T-Shirt mit der Aufschrift „Shut up & get naked!“ in die Höhe.

Ein Mann mit Gitarre steht vor Verstärkern auf einer Bühne.

Ein Mann mit gestreiftem Oberteil spielt E-Bass auf einer Bühne.

Ein Schlagzeuger spielt mit Leidenschaft auf der Bühne.

Ein Musiker spielt Gitarre und singt auf einer Bühne mit erhobenen Armen.

Eine Sängerin in einem blauen Kleid tritt mit ihrer Band auf einer Bühne auf.

Eine Sängerin tritt auf einer Bühne vor dem Schriftzug „Hitradio Ö3“ auf.

Ein Mann mit ungewöhnlicher Sonnenbrille zeigt mit dem Finger in die Kamera.

Drei Männer urinieren an einem Gebüsch neben geparkten Autos.

Drei Personen betrachten eine Übersichtskarte der Donauinsel in Wien.

30. WIENER DONAUINSELFEST 2013:
Drei lächelnde Frauen geben vor einem Imbisswagen namens „Rock Food“ mit Speisekarte den Daumen hoch.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Ein Maisstand mit Gesicht auf einem Festival in Wien, im Hintergrund die Donau City und der Donauturm.

30. WIENER DONAUINSELFEST 2013:
Zwei Männer schneiden gemeinsam eine große Torte mit der Aufschrift „30 Jahre“ an.

30. WIENER DONAUINSELFEST 2013:
Ein Mann im weißen Hemd isst ein Stück Kuchen im Freien.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Zwei Personen ruhen sich auf einer Wiese neben ihren Fahrrädern aus, während im Hintergrund eine Menschenmenge zu sehen ist.

insel alt…
Ein Mann und eine Frau essen gemeinsam ein Stück Kuchen im Freien.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Ein Mädchen mit Katzengesicht steht vor einer Torte mit der Aufschrift „30 Jahre Donau“.

30. WIENER DONAUINSELFEST 2013:
Zwei Männer mittleren Alters posieren im Freien für ein Foto.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Ein Mann hockt auf einer Wiese und reicht einem kleinen Mädchen ein Stück Kuchen.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Eine Frau bemalt das Gesicht eines Jungen, während ein Mädchen zusieht.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Ein Mädchen mit Tigermaske malt mit einer Betreuerin an einem Tisch.

Donauinselfest 2013 Eröffnung…
Ein Mann liegt auf einer Luftmatratze auf einer Wiese bei einer Veranstaltung.

Eine Gruppe Feuerwehrleute sitzt vor ihren Einsatzfahrzeugen im Freien.

Ein Mann führt einen Trick mit einem gelben Fahrrad in der Luft vor.

Eine Gruppe junger Leute spielt Beachvolleyball am Strand.

Eine junge Frau sitzt auf den Schultern einer Person bei einem Konzert und zeigt das Victory-Zeichen.

Eine große Menschenmenge jubelt bei einem Open-Air-Konzert vor einer Bühne.

Eine große Menschenmenge versammelt sich vor einer Bühne bei einem Open-Air-Konzert.

Eine große Menschenmenge jubelt bei einem Open-Air-Konzert vor einer Bühne.

Donauinselfest…

Wohlfühl-Wahlkampf

Eine Geburtstagsfeier braucht eine Geburtstagstorte, dachte sich die SPÖ. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Donauinselfests in Wien wurden am Freitagnachmittag gleich vier große Torten auf der Kinderinsel verspeist. Mit dabei: Bürgermeister Michael Häupl, Bundeskanzler Werner Faymann und Harry Kopietz, Erfinder und langjähriger Organisator des Festivals sowie Parteimanager Christian Deutsch.

Für die Kinder und ihre Eltern, die sich auf der Kinderinsel eingefunden haben, gab es daher nicht nur Schokoladentorte mit weißer Glasur, sondern auch Fotos und Gespräche mit den Politikern.

Der Tiroler Markus Schatz war gerade mit seiner Familie auf Wienbesuch. Dass er dabei zufällig auf den Bundeskanzler trifft, hätte er sich nicht gedacht. „Er wirkt wie ein Mensch, wie du und ich“, meint Jaroslava Lippert, die mit ihrem zweijährigen Enkel Maximilian zufällig vorbeikam.

Während der Bundeskanzler plaudernd seine Runde dreht, ließen sich Eltern und Kinder die Torte schmecken. Denn das Donauinselfest sei ein Fest für die Leute, meinte der Bürgermeister.

Die starke Präsenz der SPÖ habe nichts mit den bevorstehenden Wahlen zu tun, beteuerte der Bundeskanzler: „Ich bin bisher jedes Jahr am Donauinselfest gewesen.“

Die SPÖ nutzt dieses Donauinselfest besonders, um ihre Volksnähe unter Beweis zu stellen. Die an vier Meetingpoints aufgestellten Dialog-Boxen der Partei signalisieren zudem Interesse an den Bürgersorgen. Auf roten Postkarten können Besucher ihre Vorschläge an die Bundespartei richten. Die Inhalte sollen ins Wahlprogramm einfließen. Denn im Herbst wird ja gewählt.

Streit um Eintritt

Das Fest ist diesmal nicht nur Polit-Bühne sondern selbst ein Politikum: SPÖ-Urgestein Harry Kopietz hatte im KURIER angeregt, für das Donauinselfest künftig Eintritt zu verlangen, um den stetig steigenden Kosten für Künstler und Infrastruktur gerecht zu werden. Ihm schwebten fünf Euro vor. Auch Bürgermeister Häupl sieht Handlungsbedarf: „Das Publikum erwartet sich ein tolles musikalisches Angebot.“ Um das bieten zu können, brauche es ein gewisses Budget. Derzeit sei noch nichts geplant. Aber ein kleiner Geldbeitrag des Publikums zur Qualität des Programmes sei überlegenswert.

Das ruft jetzt die FPÖ auf den Plan: Kopietz’ Modell würde eine Einnahme von zehn Millionen Euro bedeuten, wodurch abzüglich der Ausgaben ein Überhang von 7,8 Mio. € übrig bleiben würde, rechnet Gemeinderat Toni Mahdalik vor. Er fordert, dass das Donauinselfest gratis bleibt. Einen entsprechenden Beschlussantrag der FPÖ will er am Dienstag in den Gemeinderat einbringen, nachdem er am Freitag aus formalen Gründen vom Landtag abgewiesen wurde. Kopietz’ Idee erhält aber auch parteiintern eine deutliche Absage: „Für uns steht fest, dass am freien Eintritt auch in Zukunft nicht gerüttelt wird und dieser erhalten bleibt“, sagte SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch am Freitag.

Mehr Infos unter kurier.at/donauinselfest

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