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Kultur
07/17/2020

65 Jahre "Disneyland": Eine Chronik des Erfolgs

Vor 65 Jahren sperrte Walt Disney den ersten Freizeitpark auf – ein üppig bebilderter Prachtband erinnert daran.

von Marco Weise

Das Coronavirus hat den US-Unterhaltungsriesen Walt Disney finanziell voll erwischt: Stillstand in Hollywood sowie geschlossene Vergnügungsparks: Micky Maus ist arbeitslos. Selbst der kürzlich gestartete Videodienst Disney+ schrieb Verluste – man verzeichnete zwar enorme Zuwächse von Abonnenten, aber die Plattform verursacht auch hohe Kosten.

Nach der coronabedingten Zwangspause haben zwar bereits einige Freizeitparks ihren Betrieb wieder aufgenommen – zuletzt wurde Walt Disneys „Magic Kingdom“ in Orlando/Florida wieder aufgesperrt. Von dieser Eröffnung sind aber nicht alle begeistert, denn Florida ist der neue Corona-Hotspot der USA, mit zuletzt rund 15.000 Neuinfektionen pro Tag.

Geschlossen bleibt hingegen weiterhin das Original-Disneyland in Anaheim (Kalifornien). Das erste vom legendären Zeichentrick-Visionär Walt Disney auf 35 Hektar Ackerland errichtete Disneyland wurde am 17. Juli 1955 eingeweiht. Der Themenpark, der seit der Eröffnung schon mehr als 700 Millionen Besucher angelockt hat, wurde unter Walt Disneys Leitung zu einem Reich für Märchengläubige. Zur Blaupause für die perfekte Inszenierung. Zum beliebten Ausflugs- und Ferienziel, das jedes Kind in den USA unbedingt einmal besuchen möchte. Und die Kindheit endet (bekanntlich) nie.

Fehlstart

Heute gibt es Disney-Freizeitanlagen auf drei unterschiedlichen Kontinenten. Das Original-Disneyland in Anaheim ist nach wie vor eine der beliebtesten Attraktionen der USA und lockt Jahr für Jahr über 16 Millionen Besucher an. Dabei ging die Eröffnung ordentlich daneben und als „Schwarzer Sonntag“ in die Disney-Geschichte ein. Im Fantasyland fiel der Strom aus, im Tomorrowland brach eine Gasleitung. Auf der Main Street blieben die Gäste im frischen Asphalt kleben. Doch diesen Fehlstart machte man schnell wett: Disneys Freizeitpark übertraf bald alle Erwartungen. Statt der erwarteten 15.000 Besucher täglich, kamen anfangs doppelt so viele.

Hinter diesem Erfolg stand aber nicht nur Walt Disney, sondern Tausende Mitarbeiter, die dem Impresario Ideen lieferten oder im Stande waren, seine umzusetzen.

Im Taschen Verlag ist jetzt ein vom Schriftsteller und Historiker Chris Nichols zusammengestellter Bildband erschienen, der zurück an die Anfänge geht, und detailliert zeigt, wie aus diesen Ideen gigantische Freizeitwelten werden konnten.

Das üppig bebilderte Buch stützt sich dabei auf Disneys umfangreiche Archive, Privatsammlungen und dokumentiert die Geschichte Disneylands über sechs Jahrzehnte. Eine zweieinhalb Kilo schwere Chronik des Erfolgs.

INFO: "Walt Disney’s Disneyland" von Chris Nichols. 328 Seiten. ISBN 978-3-8365-6349-9. 40 Euro. Taschen Verlag.

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