Kultur
22.08.2018

Diese österreichischen Filme und Serien werden gerade gedreht

Neue Folgen von den "Vorstadtweibern", den beiden "SOKOs", "Bergdoktor" u. a. sind in Arbeit.

Am Ende von Staffel drei schien Ruhe bei den „Vorstadtweibern“ eingekehrt zu sein: Joachim Schnitzler (Stand-in-„Jedermann“ Philipp Hochmair) wurde nach seinem Rachefeldzug festgenommen und Maria Schneider (Gerti Drassl) konnte sich erfolgreich nach Indien absetzen. Dass dieser Frieden nur von kurzer Dauer ist, dürfte die Fans der Austro-„Desperate Housewives“ freuen – gerade werden neue Folgen für Staffel vier gedreht, wo es wieder um Liebe, Lügen und Intrigen in der Welt der Reichen und Schönen gehen soll.

Auch für Anhänger anderer heimischer Serien gibt es Grund zur Freude: So ist gerade Nachschub von den SOKOs in Kitzbühel und an der Donau im Entstehen, die mittlerweile 12. Staffel „Bergdoktor“ mit Hans Sigl wird noch bis Ende des Jahres in Tirol gedreht und bei „Lena Lorenz“ steht nach Patricia Aulitzkys Ausstieg erstmals Judith Hoersch als neue Hebamme im bayrischen Bergidyll Himmelsruh vor der Kamera (ürbigens alles Koproduktionen von ORF und ZDF). Die Arbeiten für das mit Spannung erwartete Serien-Projekt „Freud“, für das der ORF mit dem Streaming-Riesen Netflix kooperiert, sollen noch heuer starten.

Etwa 330 Millionen Euro schwer ist das jährliche ORF-Programmbudget, etwa zehn Prozent davon werden in eigen-, auftrags- oder koproduzierte Filme und Serien investiert. Für Private sind fiktionale Eigenproduktionen ein teures Unterfangen, doch auch von ServusTV gibt es Neues aus dem Serien-Fach: Der Salzburger Sender dreht gerade acht Folgen seines neuen Hauptabend-Formats „Meiberger – Der Alpenkrimi“ mit Fritz Karl als exzentrischem Gerichtspsychologen und Cornelius Obonya als Kripo-Chef. Nach „Trakehnerblut“, einer Story rund um ein vererbtes Pferdegestüt und sich darum drehende Querelen, ist es die zweite fiktionale ServusTV-Serie.

„Tatort“-Hattrick

Österreichische Fernsehfilme stehen heuer ebenfalls noch am Dreh-Plan – und der ist stark krimilastig: Gerade wurden zwei neue Fälle der ORF-/ZDF-Krimi-Reihe „Die Toten von Salzburg“ mit Florian Teichtmeister und Michael Fitz abgedreht. Als der im Rollstuhl sitzende Salzburger Major Palfinger und der bayrische Hauptkommissar Mur müssen sich die beiden Herren unter anderem mit dem Fund einer Leiche am Fuße eines Wasserfalls beschäftigen.

Noch vor Jahresende wird auch ein neuer „Tatort“ mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser alias Moritz Eisner und Bibi Fellner entstehen. Nach „Glück allein“ (AT) und „Wahre Lügen“ der dritte Fall des österreichischen Ermittlerduos für 2018. Geplant sind außerdem neue Folgen der „Landkrimi“-Reihe in Salzburg, der Steiermark und Vorarlberg sowie zwei „Stadtkomödien“: einmal in Wien und einmal in Eisenstadt.

Wann die Ergebnisse der aktuellen Drehprojekte im Fernsehen zu sehen sein werden, ist noch nicht fixiert – bei den meisten ORF-Serien und -Filmen soll es voraussichtlich 2019 so weit sein. ServusTV rechnet hingegen damit, dass „Meiberger“ bereits im Herbst ausgestrahlt wird.