Kultur
24.02.2018

"Die Toten von Salzburg": Grenzüberschreitende Ratlosigkeit

Neue Fälle für das österreichisch-bayrische Ermittlerteam – heute, Samstag, um 20.15 Uhr auf ORFeins.

Rekordverdächtige 979.000 Zuseher verfolgten im Jahr 2016 das Debüt von Florian Teichtmeister als Major Palfinger. Eine ROMY-Prämierung später kehrt der heimische Schauspieler, der vor allem im Theater beheimatet ist, ins Fernsehen zurück. Der seit einem Paragliding-Unfall im Rollstuhl sitzende und in der Mozartstadt tätige Ermittler ist wieder im österreichisch-deutschen Grenzgebiet unterwegs, um mit seinem bayerischen Kollegen, einem herrlichen Grantscherben vor dem Herrn, Hubert Mur (Michael Fitz), auf Verbrecherjagd zu gehen. Komplettiert wird das Ermittlerteam vom überkorrekten Hofrat Seywald (Erwin Steinhauser) und der Bezirksinspektorin Irene Russmeyer (Fanny Krausz).

Zwei neue Folgen von "Die Toten von Salzburg" stehen nun am Programm. Den Anfang, macht heute, Samstag, der Fall "Zeugenmord" (ORFeins/20.15 Uhr). Dabei gilt es, einen Doppelmord in einem Salzburger Krankenhaus zu klären. Das erste Opfer ist der Fahrer eines wichtigen deutschen Politikers, der nach einem Autounfall im Krankenhaus verstirbt. Dabei wurde aber nachgeholfen, was uns zum zweiten Opfer, einem Bergsteiger, bringt. Der lag nämlich als Patient im selben Krankenzimmer und hatte einfach das Pech, dass er den Täter auf frischer Tat ertappte. Das Resultat: Eine riesige Sauerei mit literweise Blut am Boden. Und ein Kommissar Mur, der völlig fassungslos davorsteht und dem bei diesem Anblick nur noch eines einfällt: "Scheiße!".

Das Besondere an "Die Toten von Salzburg" ist der (schwarze) Humor, der sich wie ein roter Faden durch die Ermittlungen zieht."Es bereitet mir große Freude, mit dem Fitz zu arbeiten. Er spricht mein Humorzentrum direkt an", schwärmt Florian Teichtmeister über das Zusammenspiel mit dem Kollegen.

Zu den besten Aspekten des neuen Falles zählt der Dialogwitz, der politisch sehr unkorrekt daherkommt. Wird es in Zeiten, da allerorts die Moralkeule geschwungen wird, immer schwieriger, derart Unkorrektes zu platzieren? "Ich halte das nicht für moralisch, sondern für unmoralisch, anderen Leuten eine andere Moral aufzuzwingen", sagt Teichtmeister.

Info: Nach "Zeugenmord" (heute, Sa., 20.15/ORFeins) geht es am 10. 3. um 20.15 auf ORFeins mit "Königsmord" weiter. Weitere Folgen sind bereits in Planung.