Kultur
01.02.2018

"Die kleine Hexe": Kein Platz beim Hexen-Rave

Nette Kinderverfilmung mit Karoline Herfurth als Hexe.

Mit 127 Jahren ist die kleine Hexe noch zu jung zum Tanzen. Dieses Privileg ist den alten Hexen vorbehalten. Jährlich versammeln sie sich auf dem Blocksberg und treten zum Hexen-Rave an. Als die kleine Hexe versucht, sich heimlich unter die Tänzerinnen zu schmuggeln, wird sie von der bösen Hexe Rupumpel enttarnt. Zur Strafe muss sie das Hexenbuch auswendig lernen.

Karoline Herfurth als kleine Hexe mit verlängerten Nasenspitze ist in Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker putzig anzusehen. An ihrer Seite fabuliert der Rabe Abraxas mit Alt-Herren-Stimme seine weisen Ratschläge – wenn ihm nicht die kleine Hexe versehentlich Hasenohren anzaubert.

Michael Schaerer beschränkt seine Spezialeffekte auf das Regnen von Rosinen und einen etwas holprigen Flug auf dem Hexenbesen. Er taucht das pittoreske Leben in Wald und Dorf in magische Märchenfarben und lässt die kleine Hexe viel Gutes tun. Die alten Rokoko-Hexen hingegen werden zunehmend fieser und am Ende so richtig hart bestraft. Doch darüber muss man sich bei Otfried Preußler beschweren.

INFO: D 2018. 103 Min. Von Michael Schaerer. Mit Karoline Herfurth, Suzanne von Borsody.

KURIER-Wertung: