Der Skispringer als Heli-Pilot: Thomas Morgenstern dreht für "Servus TV"

Der Skispringer als Heli-Pilot: Thomas Morgenstern dreht für "Servus TV"
Für "Bergwelten: Meine Nockberge“ lieferte der Olympiasieger selbst die Luftbilder. Als Helikopter-Pilot arbeitet er mit Martin Hinteregger am Zukunftsprojekt

Die Ansagen an den Tower und von dort kommen, wie man es aus Filmen kennt: kurze, für Laien unverständliche Aneinanderreihungen meist englischer Worte, Zahlen, griechischer Buchstaben und "Sierra“. Dann heißt es "ready for departure“ und "cleared for takeoff“. Vor dem Hangar 8 am Salzburger Flughafen steigt die OE-XTV, der Media-Hubschrauber von Red Bull, auf. Am Steuerknüppel Ex-Skisprung-Star Thomas Morgenstern. Begleitet wird er von seinem Mentor in Sachen Fliegerei, Siegfried "Blacky“ Schwarz, u. a. Chefpilot Hubschrauber der Flying Bulls. Über die Startbahn hinweg geht es Richtung Alpen ...

Morgenstern im Interview

"Meine Nockberge – Thomas Morgenstern, zwischen Himmel und Erde" lautet der Titel der neuen Folge der "Bergwelten“-Reihe (hier auf der ServusTV-Mediathek), in der mehr als ein Jahr Produktionszeit steckt. Der Olympiasieger, Weltmeister und Gesamt-Weltcup-Sieger, der in Seeboden am Millstätter See lebt, präsentiert die Ursprünglichkeit des Biosphären-Parks im Wechsel der Jahreszeiten.

Der Skispringer als Heli-Pilot: Thomas Morgenstern dreht für "Servus TV"

Olympiasieger unter sich: Thomas Morgenstern und Fritz Strobl auf Skitour zum Rodresnock

Grenzerfahrung

Morgenstern zeigt hier vollen Körpereinsatz am Wasser, am Berg und in der Luft und wird dabei von Abenteurer, Sportler und Heimatverbunden begleitet: Mit Olympia-Sieger Fritz Strobl geht's zum Beispiel auf eine Skitour durchs Sonntagstal zum Rodresnock, mit Peter "Bene" Rainer wandert er auf den Mirnock, im Gepäck die Gleitschirmausrüstung und auch Europas längster Flowtrail wird bezwungen. "An die Grenzen gebracht hat mich aber der Klettersteig am Falkert, weil ich nicht unbedingt ein Kletterer bin. Das mach' ich unregelmäßig - eigentlich nie“, lacht Morgenstern.

Als erster Protagonist der "Bergwelten“ hat der 34-Jährige selbst für die Bilder von oben gesorgt: "Das ist sehr emotional, wenn man über die eigene Heimat, über die Berge fliegen kann“, erzählt er dem KURIER:

2008 hat Morgenstern den Pilotenschein für Flächenflieger gemacht, 2012 jenen für den Hubschrauber. "Ohne Blacky würde ich heute wahrscheinlich nicht in einem Hubschrauber sitzen.“ Der Berufswunsch Pilot sei immer irgendwo ein Traum gewesen. Mit Flügen etwa zur Vierschanzen-Tournee, kam die Lust. "Da konnte ich probieren, weil zufällig ein Doppelsteuer eingebaut war – das war Gänsehaut-Feeling“, schwärmt der Kärntner Himmelsstürmer. "Nach meiner aktiven Skisprung-Karriere habe ich mir gesagt, entweder g'scheit oder gar nicht, und hab' den Berufspilotenschein gemacht. Ich bin dann auch bei zahlreichen Bewerben im Präzisionsflug mitgeflogen.“

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Thomas Morgenstern und sein Mentor in Sachen Fliegen, Siegfried "Blacky“ Schwarz. Am Helikopter rechts unten ist die Kamera montiert

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