PG STAATSOPER "NEUE ARBEITS- UND SPIELSTÄTTE"

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Kultur
10/20/2021

Das Zuhören als Strategie für die Kunst- und Kulturstrategie

Andrea Mayer muss ein Vorhaben der Koalition umsetzen. Im 21er-Haus fand nun die „Kick-off-Veranstaltung“ statt.

von Thomas Trenkler

Im Juli gab Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer den Startschuss für die Ausarbeitung der im Koalitionsabkommen erwähnten Kunst- und Kulturstrategie: Die Manager, die Kunstschaffenden und auch die Zivilgesellschaft wurden eingeladen, Ideen hochzuladen. 270 Personen sollen in den letzten Monaten tatsächlich Themen eingebracht haben.

Diese seien in acht Fragestellungen eingeflossen: Wie können innovative Vorhaben gestärkt, Kunst und Kultur aus Österreich in der Welt sichtbarer gemacht werden? Welche Maßnahmen tragen zu mehr Fairness bei? Welche neuen Wege braucht es für kulturelle Teilhabe? Welche Räume brauchen Kunst und Kultur, welche digitalen Anwendungen können  Kunst und Kultur bereichern? Wie können Kunst und Kultur zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen?  Welche neuen Kennzahlen braucht es, um Diversität zu stärken?

Richtige Schlüsse ziehen

Nun fand auf Einladung von Andrea Mayer im 21er-Haus des Belvederes die „Kick-off-Veranstaltung“ statt: Die Themen wurden in „Impulsreferaten“ umrissen. Sheri Avraham, Mitglied im Vorstand der IG Bildende Kunst, erinnerte daran, dass für 30 Prozent der Künstler und Künstlerinnen  Deutsch nicht die Muttersprache sei. Wolfgang Muchitsch, Direktor des Joanneums in Graz, forderte erneut die Abkehr von der Gesamtbesucherzahl als Gradmesser für die erfolgreiche Arbeit ein.

Mayer sah in erster Linie das Zuhören als ihre Aufgabe an, um „in der Folge die richtigen Schlüsse zu ziehen“. Als nächsten Schritt kündigte sie vier Dialogforen in den Bundesländern an. Das erste Forum soll im November in Vorarlberg das Thema „Kultur und ökologische Transformation“ vertiefen. „Kunst kann nicht das Klima retten, aber unsere Perspektive ändern“, so KunstHausWien-Chefin Bettina Leidl. Wiewohl die Kunst- und Kulturstrategie „zeitlich offener Prozess konzipiert“ sei, soll der Höhepunkt „das große Dialogforum“ 2022 sein. 

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