Kultur
26.04.2017

"Das Schweigen der Lämmer"-Regisseur gestorben

US-Regisseur Jonathan Demme ist im Alter von 73 Jahren gestorben.

Der Oscar-gekrönte Regisseur Jonathan Demme arbeitete in Hollywood mit den größten Schauspielern. Nun trauern Stars und Kollegen um den Schöpfer von unvergesslichen Filmen wie "Das Schweigen der Lämmer" und "Philadelphia". Demme sei am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) im Alter von 73 Jahren in seiner Wohnung in New York gestorben, sagte seine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Seine Frau und seine drei erwachsenen Kinder seien bei ihm gewesen. Demme habe an Speiseröhrenkrebs gelitten. Die Familie habe eine kleine Beerdigung im privaten Kreis geplant.

" Jonathan Demme war ein großartiger Künstler, Wohltäter, Aktivist und ein hilfreicher Kollege", schrieb Regisseur Ron Howard auf Twitter. Man werde ihn sehr vermissen. Oscar-Preisträger Barry Jenkins ("Moonlight") würdigte Demme auf Twitter als eine "gewaltige Seele". Er sei der "liebenswerteste, großzügigste" Mensch gewesen.

Auch viele Schauspieler, darunter Tom Hanks, Elijah Wood und Christine Lahti, bekundeten ihre Trauer. Demme sei einer der großartigsten Menschen gewesen, sagte Oscar-Preisträger Hanks. "Er zeigte uns, was für ein großes Herz ein Mensch haben kann", sagte der Schauspieler der Internetplattform "People.com".

Ruhm dank "Das Schweigen der Lämmer" und "Philadelphia"

Der 1944 im Bundesstaat New York geborene Demme hatte jahrzehntelang als Regisseur, Schauspieler und Produzent gearbeitet. Für seinen größten Erfolg "Das Schweigen der Lämmer" Anfang der 90er-Jahre war er unter anderem mit dem Oscar und dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet worden. Gefeiert wurde Demme auch für das bewegende Aidsdrama "Philadelphia". Die Rolle eines Aidskranken brachte Tom Hanks 1994 einen Oscars ein.

Zuletzt holte Demme Meryl Streep in der Tragikkomödie "Ricki - Wie Familie so ist" (2015) als Rockröhre vor die Kamera. Musik spielte in Demmes Leben eine große Rolle. Dokumentarisch hatte er zuvor die Rockband Talking Heads mit der Konzert-Doku "Stop Making Sense" begleitet. Er drehte auch Musikfilme über The Pretenders, Bruce Springsteen und Neil Young.