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Kritik
10/18/2019

"Clemenza" im Theater an der Wien: Hohelied auf den Minimalismus

Wolfgang Amadeus Mozarts „La clemenza di Tito“ überzeugt im Theater an der Wien nur teilweise.

von Peter Jarolin

Was braucht es, um Wolfgang Amadeus Mozarts anlässlich der Krönung von Kaiser Leopold II. zum König von Böhmen 1791 entstandene Huldigungsoper „La clemenza di Tito“ heute plausibel zu machen? Sicher einmal eine szenische Grundidee, wie diesem Hohelied auf den von allen verratenen, dennoch nur gütigen, selbstlosen und letztlich allen vergebenden Kaiser Titus und dem alten Rom beizukommen ist.

Und der britische Regisseur Sam Brown hatte für die Neuproduktion im Theater an der Wien eine zentrale Idee. Keine Togen, aber auch keine Modernisierungen. Stattdessen Abstraktion pur.