© APA/HANS PUNZ

Interview
11/14/2019

Wiener Gratisbuch: Connie Palmen macht nie Urlaub

Aktion "Eine Stadt, ein Buch": KURIER-Gespräch mit der Autorin von "Die Gesetze" über Selbstfindung, Liebe, Tod und Richard Burton …

von Susanne Lintl

 Seit 18 Jahren lässt die Stadt Wien im November 100.000 Stück des Buchs eines berühmten Schriftstellers verteilen. In Büchereien, Volkshochschulen, Buchhandlungen und bei Partnern wie Wien Energie. Immer mit dem Ziel, die Menschen zu einem Mehr an Lesegenuss zu verleiten und auf den jeweiligen Autor neugierig zu machen.

Heuer fiel die Wahl auf die niederländische Schriftstellerin Connie Palmen (Foto oben beim Signieren). Eine allürenfreie Intellektuelle, die es schafft, komplexe philosophische Inhalte in eine verständliche und zutiefst menschliche Sprache zu übersetzen. „Die Gesetze“, ihr erster Roman (1991), begleitet die Philosophiestudentin Marie Deniet auf dem Weg zur Selbstfindung. Sieben Männer – jeder ein eigenes Kapitel – leisten ihr Gesellschaft, die Gesetze des Lebens zu entdecken.

KURIER: „Die Gesetze“ war gleich ein fulminanter Erfolg. Wenn man’s liest, hat man das Gefühl, dass Ihnen dieses Buch ein absolutes Bedürfnis war.

Connie Palmen: Ich denke, das ist etwas, was der erste Roman eines Schriftstellers haben muss. Diese Passion, die man in jeder Zeile spürt. Diese Notwendigkeit, dass der Schriftsteller das aus sich herausgelassen hat, was tief in ihm schlummert. Wenn ein Debüt wirklich gut ist, muss man merken, dass der Autor nicht leben kann, ohne zu schreiben.