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"Laute Nächte" von Anne Freytag: Ein Leben nach dem Tod

Anne Freytag lässt ihren Protagonisten in "Laute Nächte" sich selbst suchen.
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„Er kennt kein Timing, er kommt, wann er mag und nimmt, wen er will. Mir hat er das Leben genommen und mich dann einfach am Leben gelassen.“ Der Tod – Kenni kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Seine Freundin starb bei einem Autounfall, nur einen Tag , bevor die beiden einen Sommer lang Frankreich entdecken wollten. Er war 19 Jahre alt, als das geschah. Ab diesem Tag ist alles anders, er ist anders.

Die deutsche Bestseller-Autorin Anne Freytag schickt Kenni von München nach Wien in eine WG. Es soll ihn nichts an seine Freundin erinnern. Das funktioniert nicht. Freytag lässt Kenni in ihrem neuen Roman „Laute Nächte“ nachdenken und sprechen. Er erzählt – und schnell werden die Frage offensichtlich, die sich durch das ganze Werk ziehen: Wie viel Leben erlaubt sich Kenni angesichts der riesigen Trauer? Und wie viel Glück und Liebe? Wen wird er sich anvertrauen können?

Das Buchcover von Anne Freytag zeigt den Ausschnitt eines Gesichts unter abstrakten blauen Pinselstrichen auf einem hellrosa Hintergrund.

Anne Freytag: „Laute Nächte“ Kampa. 320 Seiten. 25,95 Euro

Freytag packt in ihren neuen Roman so vieles hinein: Freundschaft, Selbstfindung, Zweifel, Erwachsenwerden, Therapie, Veränderung. Trotzdem liest sich der Roman leicht. Er ist für WG-Abende gut geeignet.

Viel Emotion

In kurzen Sätzen schafft die Autorin viel Nähe zu ihren Figuren. Sie versteht es, bei den Lesern Emotionen auszulösen. Das Schreiben hat bei Anne Freytag selbst viel bewegt. Zu lesen ist das bei den Danksagungen am Ende des Buchs. Sie wendet sich an ihre Hauptfigur. Dieser Roman hat „mich traurig gemacht, mich weinen lassen, mich verärgert – und am Ende dann versöhnt. Kenni, du hast es uns beiden nicht leicht gemacht.“

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