Die Wiederentdeckung der Maria Peteani

Ein Porträt einer jungen Frau mit dunklem Haar und hellem Teint.
Maria Peteanis „Der Page vom Dalmasse Hotel“: ein Großstadtroman aus den 1920ern

Berlin in den 1920ern: ein Moloch.

Kennt man etwa aus Erich Kästners „Fabian“. Hier zu überleben, ist eine Kunst. Auch die junge Friedel findet keinen Job. Als ihr eine Freundin erzählt, im berühmten Hotel Dalmasse werde ein Liftjunge gesucht, zögert sie nicht: Haare ab, Uniform an. Keiner merkt den Schwindel in dieser rasanten Komödie, in der man sich eine Heldin vom Typus Lilo Pulver vorstellt. Der unbekümmerte Ton, den Maria Peteani in ihrem ersten, 1933 erschienenen und sogleich verfilmten Roman „Der Page vom Dalmasse Hotel“ anschlägt, täuscht über die sozialen Realitäten hinweg. Doch zumindest für Friedel geht vorerst alles gut aus. Lesenswert ist auch das Nachwort von Peter Zimmermann. Er schreibt über die bemerkenswerte Vita der Autorin sowie das Thema Crossdressing in der Literatur– bereits ab 1882. 

Das Buchcover von Maria Peteanis „Der Page vom Dalmasse Hotel“ zeigt einen Pagen, der einem Gast die Krawatte richtet.

Maria Peteani:
„Der Page vom Dalmasse Hotel“
Milena.  
227 Seiten. 
24,00 Euro