© Michael Sharkey

Literatur
02/01/2020

Buchkritik: Jami Attenberg und "Nicht mein Ding"

Nach dem Roman weiß man hoffentlich: Es ist nicht so wichtig, ob Andrea einen Mann hat.

von Peter Pisa

Filme, in denen eine alleinstehende Frau im Mittelpunkt steht, haben immer ein romantisches Ende – und das hielt US-Schriftstellerin Jami Attenberg (Foto oben) irgendwann nicht aus. Es muss doch auch ein anderes Happy End für Singles möglich sein! Sie begann zu schreiben und schaffte in „Nicht mein Ding“ Unglaubliches: Ein glückliches Ende – doch! –, an dem ihre Heldin Andrea das sterbende Baby ihres Bruders im Arm hält ...

Brünett

Attenberg schafft Porträts, auch von ganzen Familien, mit allen Ecken dieser Welt. Andrea – 39, New Yorkerin – ist lieb und bösartig, gierig und bescheiden ... Sex fehlt ihr nicht, fein, aber es fehlt auch nicht am ständigen Reduzieren: Alle denken ans Single-Dasein, wenn sie an Andrea denken. Dabei ist sie auch Tochter, Schwester, Trinkerin – und brünett.

Große Augen bekam Attenberg, als ein Journalist sie fragte, ob sie selbst auch Single sei. ES IST EGAL. Darum geht’s um Buch.


Jami
Attenberg:
„Nicht mein Ding“
Übersetzt von
Barbara Christ.
Schöffling Verlag.
224 Seiten.
22,70 Euro.

KURIER-Wertung: ****

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