Barbara Kadletz: Wenn der Schöffel den Wienerwald zweimal rettet

Eine Frau lächelt, während sie an einem Baumstamm lehnt.
Wenn ausgerechnet ein Namensvetter des Wienerwaldretters ein Spezi des bauwütigen Bürgermeisters ist

 Auf ihn haben sich schon viele Wiener Bürgerinitiativen berufen: Den Wienerwaldretter Joseph Schöffel (1832–1910), der gegen die Abholzung des Wienerwaldes kämpfte und prophezeite, wie wirksam dieser dereinst den Auswirkungen des Klimawandels mit seiner „Schattenkühle“ entgegentreten würde. Dass nun ausgerechnet ein Bauherr, der im Wienerwald ein „nachhaltiges“ Bürogebäude errichten will, sein Quasi-Namensvetter ist, ist eine wunderbare Pointe. Doch Barbara Kadletz’ Roman ist mehr als ein guter Gag. Die Wiener Buchhändlerin erzählt in ihrem zweiten Roman ein Stück Wien-Geschichte, thematisiert ein wichtiges Anliegen und packt das alles in eine wunderbar leichte, spannende und glänzend formulierte Story. Empfehlung, nicht nur für Bürgerinitiativen. 

Das Cover des Romans „Schattenkühle“ von Barbara Kadletz zeigt eine stilisierte Landschaft.

Barbara Kadletz

Schattenkühle

Edition Atelier
228 Seiten
25,95 Euro
KURIER-Wertung: 4 vn 5 Sternen