Kultur
05.12.2011

BBC-Journalisten streiken

Seit Mitternacht streiken die Angestellten des britischen Rundfunksenders BBC. 650 Jobs sollen wegen Sparmaßnahmen gestrichen werden

Die Angestellten des britischen Rundfunksenders BBC (British Broadcasting Company) haben aus Protest gegen massive Stellenstreichungen am Freitag um Mitternacht einen 24-stündigen Streik begonnen. Ein Vertreter der Journalisten-Gewerkschaft NJU sagte, der Streikaufruf werde landesweit befolgt. Wegen des Ausstands begann auf dem Sender Radio 4 das Nachrichtenprogramm Today News mit einer Stunde Verspätung und auf BBC TV sollte die abendliche Nachrichtensendung Newsnight ganz ausfallen.

Der Streik richtet sich gegen die angekündigte Streichung von Stellen beim BBC World Service sowie der BBC Monitoring Abteilung, die andere Medien in der Welt auswertet. Der World Service hatte im Jänner angekündigt, 650 Stellen zu streichen, nachdem die Regierung dem Sender im Zuge von Sparmaßnahmen das Budget für die kommenden Jahre um 16 Prozent gekürzt hatte. Die BBC (British Broadcasting Company) ist ein öffentlich-rechtlicher Radio- und Fernsehsender, der durch Rundfunkgebühren und direkte staatliche Beiträge finanziert wird.

Reaktion von BBC

Als Reaktion auf den Streik veröffentlichte die BBC liegt folgende Stellungnahme auf ihrer Homepage: "Wir sind enttäuscht, dass die NJU heute in den Streik getreten ist und möchten uns beim Publikum für etwaige Störungen und Unterbrechungen des Programms entschuldigen. Die momentanen Arbeitskampfmaßnahmen ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass die BBC mit Kündigungen auf Kürzungen der öffentlichen Geldern reagieren muss."

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