Kultur
03.02.2012

Barcelona: Liceu-Oper schließt wegen Krise

Das weltberühmte Opernhaus wird zwei Monate lang geschlossen, um den Ausfall staatlicher Subventionen auszugleichen.

Das weltberühmte Gran Teatre de Liceu in Barcelona wird zwei Monate lang seine Tore schließen. Die Wirtschaftskrise und die damit verbundene Rotstiftpolitik der katalanischen Regionalregierung zwingen das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt dazu, alle sieben Aufführungen in den kommenden zwei Monaten zu streichen.

Die Aufführungen fallen aus, um die von der Regionalregierung gestrichenen Theater-Subventionen von 3,7 Millionen Euro ausgleichen zu können, erklärte Theater-Generaldirektor Joan Frances Marco nach Angaben der spanischen Zeitung ABC vom Donnerstag. Die Regionalregierung kürzte die Subventionen für das Liceu in diesem Jahr um rund 15 Prozent. Hinzu kommt der ebenfalls durch die Wirtschaftskrise entstandene Rückgang der Abonnentenzahlen und Kartenverkäufe.

Mit Blick auf die verbleibende Saison 2012 und die Wirtschaftskrise müsse das Opernhaus zudem das gesamte Programm reorganisieren und Flexibilität walten lassen, so Frances Marco. Die großen Saison-Aufführungen wie der Besuch des Bayreuther-Festivals werden jedoch unverändert beibehalten. Im Liceu gelangen neben klassischer Oper und Operette auch Broadway-Musicals und moderne Konzertmusik zur Aufführung.

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