Kultur
26.04.2018

Amadeus-Awards: Gleichstand beim Duell Wanda gegen Bilderbuch

Wanda bekamen wie ihre großen Konkurrenten Bilderbuch zwei Trophäen zugesprochen.

Die 18. Auflage des österreichischen Musikpreises brachte kaum Überraschungen. Mit jeweils fünf Nominierungen in den exakt gleichen Kategorien waren Wanda und Bilderbuch ins Rennen um die Amadeus-Trophäen gegangen. Mit je zwei wurden sie belohnt.

So ging keine der meistdiskutierten Bands der heimischen Szene als großer Sieger hervor, als Donnerstag im Wiener Volkstheater die 18. Verleihung der Amadeus Awards auf dem Programm stand. Wanda wurden die Preise für „Song des Jahres“ („Columbo“) und „Pop/Rock“ zugesprochen, Bilderbuch die für „Best Sound“ (für „Magic Life“) und „Live Act“. In der Königskategorie „Album des Jahres“ mussten sich beide Bands Pizzera & Jaus und ihrer Platte „Unerhört Solide“ geschlagen geben. Genauso ging es Raf Camora.

Eklektisch

Der Hip-Hop-Musiker war wie Pizzera und Jaus mit drei Nominierungen gestartet, konnte sich aber nur in der Sparte „Hip-Hop/Urban“ durchsetzen.

Die Wiener Band 5K HD, die 2017 mit dem bemerkenswerten Album „And To In A“ startete, setzt sich aus Schmieds-Puls-Frontfrau Mira Lu Kovacs und den Musikern von Kompost 3 zusammen. Ihre eklektische Mischung aus Jazz, Dubstep, Funk und Pop war ebenfalls dreimal nominiert, bekam aber keinen einzigen Preis.

Der Award für „Alternative“ ging an Leyya, der für „Hard & Heavy“ an Kaiser Franz Josef. In der Sparte „Electronic/Dance“ setzten sich Möwe durch, bei „Jazz/World/Blues“ einmal mehr 5/8erl in Ehr’n.

Um „Doppelgleisigkeit“ zu vermeiden gingen die Kategorien „Künstler“, „Band“ und „Künstlerin“ heuer in den Genre-Kategorien auf. Vielleicht wurde auch dadurch wieder auffällig, wie Männer-dominiert der Award ist: Ina Regen war zwei Mal nominiert, ging aber genauso leer aus wie die ebenfalls zwei Mal nominierte Mavi Phoenix. Rapperin Yasmo protestierte dagegen, indem sie bei ihrem Live-Auftritt 21 österreichische Musikerinnen auf die Bühne holte und so dokumentierte, wovon sie rappte: "Wir sind viele!"

Auch Wanda, Pizzera und Jaus und Ina Regen legten bemerkenswerte Auftritte hin, während Conchita mit Witz, Herz  und Glitzer-Outfits durch das Programm führte. Sie lieferte eingangs auch den einzigen Kommentar des Abends zum kürzlich verlauteten Aus für den deutsche Echo-Award: "Der Amadeus ist der sympathischste, wichtigste . . . und einzige deutschsprachige Musikpreis!" 

 Rudi Dolezal hielt am Ende die Laudatio auf  Wilfried Scheutz, dem posthum der Amadeus für das Lebenswerk verliehen wurde.