© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Kultur
12/05/2011

"Alcina": Gelungene Barock-Oper am Ring

Marc Minkowski und die auf Originalinstrumenten spielenden Les Musiciens du Louvre-Grenoble realisieren Händels Oper "Alcina" mit viel Elan und sehr nuanciert.

von Peter Jarolin

Eine Barockoper im Haus am Ring? Geht denn das? Es gab auch viele kritische Stimmen, als Staatsoperndirektor Dominique Meyer ausgerechnet Georg Friedrich Händels "Alcina" auf den Spielplan setzte. Doch die Skeptiker wurden bei der Premiere 2010 eines Besseren belehrt.

Warum dem so war, lässt sich jetzt wieder (Reprisen: 29. 9., 2. 5. 10.) nachprüfen. Der Hauptgrund: Dirigent Marc Minkowski und die auf Originalinstrumenten spielenden Les Musiciens du Louvre-Grenoble, die Händels Oper mit viel Verve, Elan und sehr nuanciert realisieren. Dass die Geschichte rund um die titelgebende Zauberin auch Längen hat, liegt am Werk. Einige Striche hätten nicht geschadet und vielleicht auch mehr Schwung in die hübsche, aber statische Inszenierung von Adrian Noble gebracht.

Dennoch: Barock am Ring funktioniert. Vor allem dann, wenn man so exzellente Sängerinnen wie Vesselina Kasarova in der Hosenrolle des Ruggiero hat. Kasarova ist das vokale Kraftzentrum der Produktion, die in Veronica Cangemi (Morgana) eine ideale Mitstreiterin findet. Tadellos auch Kristina Hammarström (Bradamante), Benjamin Bruns und Adam Plachetka. Grandios: Alois Mühlbacher als Oberto.

Die solide, etwas schrille Hausdebütantin Inga Kalna wird in die Partie der Alcina gewiss noch mehr hinein wachsen.

KURIER-Wertung: **** von *****

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