Kultur
18.11.2017

AC/DC-Mitbegründer Malcolm Young gestorben

Der Rockmusiker wurde 64 Jahre alt.

Sein Bruder Angus war zwar - dank Schuluniform und zappelnder Bühnenshow - stets das "Gesicht" von AC/DC. Der kraftvolle Sound der australischen Rockband, die nach ihrer Gründung 1973 zu einer beispiellosen Weltkarriere anhob, trug aber genauso die Handschrift von Malcolm Young. Als Rhythmusgitarrist sorgte er für die Riffs, er war "Songwriter, Gitarrist, Performer, Produzent und Visionär" wie es seine Familie am Samstag in einem Statement wissen ließ.

Malcolm Young, hieß es weiter, habe die vergangenen Jahre an Demenz gelitten und sei am Samstag friedlich im Beisein seiner Familie verstorben. Er hinterlässt seine Frau O'Linda, zwei Kinder und drei Enkel.

"Er war die treibende Kraft hinter der Band, mit enormer Hingabe und Willensstärke", hieß es in einem Statement seines Bruders Angus Young auf der offiziellen Website der Band. "Die Verbindung, die ich als Bruder zu ihm hatte, war einzigartig", erklärte er und lobte die Unbeirrbarkeit des Verstorbenen: "Er tat immer genau das, was er wollte. Seine Loyalität zu den Fans war unübertroffen. Er hinterlässt ein enormes Erbe, das ewig weiter bestehen wird. Malcolm, job well done."

Aus seiner aktiven Rolle in der Band AC/DC war Young bereits 2014 ausgeschieden - Stevie Young, ein Neffe von Malcolm und Angus, übernahm damals auf der "Rock or Bust"-Tour die Rhythmusgitarre.

Der gebürtige Schotte hatte AC/DC ("Highway to Hell") 1973 mit seinem Bruder Angus gegründet. Sie waren als Kinder mit ihrer Familie nach Australien ausgewandert. Die Band wurde mit Rock-Hymnen wie "Highway to Hell", "Let There Be Rock" oder "Whole Lotta Rosie" berühmt. Ihr Album "Back in Black" ist eines der meistverkauften überhaupt und hat die Rockmusik nachhaltig beeinflusst. Weltweit verkaufte AC/DC mehr als 200 Millionen Alben.