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Kultur
08/03/2012

3sat zeigt "Ariadne auf Naxos"

Auf dem Gemeinschaftssender präsentiert sich Österreich als Kulturnation. Die Kooperation zwischen 3sat und den Salzburger Festspielen läuft seit über 30 Jahren.

von Christoph Silber

Einen "seltenen Glücksfall von Musik-Theater" nannte es die KURIER-Kritik, einen "Volltreffer" die Süddeutsche: Sven-Eric Bechtolfs Inszenierung der "Ariadne auf Naxos". Am Sonntag (5. 8.) kann nun auch das gemeine Publikum das Kultur-Ereignis sehen – bei 3sat ab 20.15 und in HD.

"Wir sind sehr stolz auf diese schon seit den 80er Jahren laufende Kooperation mit den Salzburger Festspielen", betont Reinhard Scolik, 3sat-Verantwortlicher im ORF. Dementsprechend legt sich der Sender dafür ins Zeug. So gibt es Freitag (19.15), eine "Kulturzeit extra" aus dem Festspielhaus: Ernst A. Grandits unterhält sich u. a. mit Intendant Alexander Pereira und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und zieht eine erste Bilanz.
Am 11. 8. folgt das Konzert der Wiener Philharmoniker (20.15), am 26. August die Oper "Die Soldaten" (21.55). Andere Kultur-Höhepunkte dieses Sommers: das "BBC Proms mit den Wiener Philharmonikern" am 7. 9. (21.00) sowie der Monteverdi-Marathon am 16. 9. (ab 12.30).

Konkurrenz

Kultur ist bei 3sat aber ein Ganzjahres-Programm. Und speziell in Österreich kann der Gemeinschaftssender von ARD, ZDF, SRG sowie dem ORF damit punkten. Der Marktanteil ist hier mit 1,9 Prozent der höchste des gesamten Sendegebiets. "Österreich ist eben doch eine Kulturnation", sagt Scolik.

Nun aber gibt es mit ORF III Konkurrenz aus dem eigenen Haus. "Natürlich wird sich der Marktanteil etwas reduzieren. Aber beide Sender werden mit ihrer Art Programm gemeinsam mehr Publikum erreichen und deshalb lohnt es sich, beide im Sinne eines öffentlich-rechtlichen Statements zu betreiben", ist Scolik überzeugt.

Das zweite Standbein von 3sat ist die Wissenschaft: Seit dem Frühjahr bietet man neben Themenwochen und -tagen unter der Marke "3SAT-Thema" mehrstündige Programmflächen. Zudem ist auch der Wissenschaftsdonnerstag monothematisch. Scolik: "3SAT nimmt sich die Zeit, die es braucht, um komplexe Fragestellungen fernsehgerecht aufzubereiten und damit vielleicht auch Antworten zu geben."

Dazu kommt nun das neue "3sat-Debatte" mit Theo Koll, das sich an der britischen Debattenkultur orientiert. Das Debüt gibt’s übrigens bei einem vom ORF federführend gestalteten Islam-Schwerpunkt am 27. August (21.15) zur Frage "Feindbild Islam – Wer ist schuld am Image dieser Religion?".

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