Amerikanisierung? Wo?
Wäre nicht die Rot-Affäre um den US-Spieler Balogun gewesen, man hätte von einer Amerikanisierung der WM nichts gemerkt. Okay, Hydration Breaks. Aber außer dieser werbegespickten Viertelung der Spielzeit, was war da noch?
Beim Finale zogen die Ko-Gastgeber USA dafür alle Register. Griffen mit Tom Cruise (im Stile eines Sektenführers) und der US-Hymne in den Schmalztopf, ließen Kampfjets aufsteigen und mit Robbie Williams England noch einmal schlecht aussehen. Sie packten den WM-Pokal in einen Luxusdesignerkoffer (!), bevor nach einer finaltypischen, zerfahrenen ersten Spielhälfte auch noch eine Half-Time-Show folgte. Madonna, flankiert von den Fußballlegenden Ronald(inh)o, sang in den Stadion-Katakomben, Justin Bieber vertrat Kanada, die Kolumbianerin Shakira offenbar Mexiko.
Einziger Lichtblick, bevor Trump mit Infantino bei der Pokalübergabe Abfangen spielte: Kermit und Miss Piggy!
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