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Wie wir sind

Die ORF-Doku „Weites Land“ verdeutlichte, dass Identitätsgefühl auch in der Lage sein sollte, Unterschiede auszuhalten.
Michael Huber
Weites Land

Wenn es jemanden gibt, der heute ein Gefühl von Zusammengehörigkeit stiften kann, dann ist das Helene Fischer. Zumindest entnahm ich das der KURIER-Besprechung des Konzerts der deutschen Diva vom Samstag in Wien.

Der ORF (Slogans: „Wie wir“, „Für dich und mich und alle“) tut sich mit dieser Aufgabe offenbar schwerer. Aber die Dokureihe „Weites Land“, die am Sonntag mit einer Best-Of-Folge zu Ende ging, gab sich redlich Mühe. Regisseurin Jennifer Rezny zeigte Menschen und Traditionen Österreichs mit Respekt, aber auch einer Spur Ironie und richtete dabei den Blick darauf, dass das Identitätsstiftende fast immer auch Leute ausschließt. Wiederholt kam der Gedanke, wie wunderbar Musik, Brauchtum und Religion denn sein könnten, wenn das dabei beschworene „Wir“ nicht gegen das „Andere“ ausgespielt würde. Vielleicht hilft es, öfters gemeinsam Lieder zu singen. Notfalls von Helene Fischer.

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