Weltberühmt in Austrialia
Vom Alpin-Skifahren kennt man das Phänomen, dass der Sport hierzulande als Weltereignis gilt, während viele andere Länder einen großen Bogen darum machen.
Heuer scheint der ORF den ESC zur nationalen Sache erklärt zu haben. Seit Montag wird der Song Contest gefühlt jede zweite Minute erwähnt, Ö1 bringt lange Features, selbst FM4 findet ihn cool, sogar der „Kulturmontag“ wurde aus dem Studio im Eurovision Village gesendet. Ebendort hatte davor Fanny Stapf am Montagabend in Dauerbegeisterung den Auftakt anmoderiert. Damit man nicht sie „die ganze Zeit labern“ hören müsse, gab sie an Außenreporterin Larissa Robitschko weiter, die versicherte: „Sie verpassen hier nichts!“
Stimmt. Selbst als der Sturm den Rathausplatz leer fegte und Hagelkörner herabprasselten, machte sie tapfer weiter.
In Deutschland erfährt man von all dem bisher vergleichsweise wenig, die Semifinal-Shows zeigt die ARD nur via Online-Streaming.
Vielleicht findet der ESC ja bald jedes Jahr in „Austrialia“ statt.
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