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Schwule Krieger

Wie eine Geschichtsdoku zeigt, das Akzeptanz für andere sexuelle Orientierungen keine Idee unserer Zeit ist.
Michael Huber

Seit einer Woche hissen Institutionen vor Amtshäusern, Firmen-Hauptquartieren und im Internet die Regenbogenflagge, um ein Zeichen für die Sichtbarkeit von LGBTQ-Personen zu setzen. Der Hass, der ihnen dafür in Online-Kommentaren entgegenschlägt, ist unfassbar, selbst wenn viel für die Annahme spricht, dass ein Gutteil davon auf Fake-Profile und gesteuerte Kampagnen zurückgeht.

Die Unfähigkeit, andere Lebenswürfe als die selbst eingeübten zu akzeptieren, wird dabei gern mit Verweis auf eine angeblich naturgegebene „Normalität“ begründet. Tatsächlich aber hat sich das, was von der Gesellschaft gebilligt wurde, seit jeher bewegt. Sehenswert ist dazu die heutige Universum-History-Doku (22.30, ORF 2) über eine Elitetruppe aus 150 schwulen Paaren, die einst das antike Theben verteidigte. Dort waren homosexuelle Partnerschaften (unter Männern) Jahrhunderte vor Christus akzeptiert.