Kolumnen Wir schauen Fern
05/30/2021

Zeitkapsel

Gery Keszlers Corona-Charity „Austria for Life“ wirkte wie eine Mischung aus „Licht ins Dunkel“, „Jedermann“ und „Masked Singer“.

von Peter Temel

Spendentelefone, Knittelverse, verkleidete Publikumslieblinge: Gery Keszlers Corona-Charity „Austria for Life“ wirkte wie eine ambitionierte Mischung aus „Licht ins Dunkel“, „Jedermann“ und „Masked Singer“.

Der wunderbare Zweck heiligte die Mittel teilweise sehr. So verzichtete man im Spiel am Stephansdom, das Freitag spätabends auf ORF2 die „Geschichte Österreichs und seiner Widerstandskraft“ zeigte, darauf, alle drei monotheistischen Weltreligionen zusammenzubringen. Auf einer Islam-Landkarte würde die Konzertshow mangels Erwähnung gar nicht aufscheinen.

Dafür wurden die Kooperationspartner ausgiebig gewürdigt. Am Ende durften sie symbolhafte Gegenstände in eine Nachbildung der Turmkugel des Steffl legen. Das Original dient seit 1864 tatsächlich als Zeitkapsel, die in luftiger Höhe schwierigste Zeiten überdauert. Sie enthält übrigens – welch schönes Symbol – antike Ausgaben der Wiener Zeitung.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.