Hoffentlich ansteckend
Dieser Tage überlegt man es sich ja zwei Mal, ob man wirklich so genau hinhören will, wenn ein Klimaforscher im Fernsehen zu Gast ist. Weil bei den aufs Gemüt drückenden Berichten über Wasserknappheit, Hitzetote, Missernten und Notschlachtungen möchte man nicht mit noch mehr Realität konfrontiert werden. Damit, dass es in den kommenden Jahren so weiter gehen wird. Oder dass wir Menschen, anstatt unser Verhalten zu ändern, lieber in guter alter Kindergartenmanier sagen: Aber der da drüben macht das auch!
Umso wohltuender war der „ZIB 2“-Auftritt von Karl Steininger am Donnerstag. Dem Klimawandel seien wir „nicht blind ausgeliefert“, sagte er. „Wir können handeln.“ Österreich könne eine Vorbildrolle einnehmen. Und gemeinsam mit der Politik Visionen auszuarbeiten und umzusetzen, „das kann wirklich Freude machen“. Bleibt zu hoffen, dass sich die Politik von dieser Zuversicht auch anstecken lässt.
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