ESC-Show mit "zero points": Phönix rot-weiß
Mit zunehmender Entfernung vom Ereignis neigt das gedankliche Bild dazu, einer gewissen Verklärung anheimzufallen. Die ORF-Show „Wir sind Song Contest“ begann so, als wollte man hier rasch Abhilfe schaffen, das Jugendwort „cringe“ ist nur ein Hilfsausdruck.
Wenn Lizzi Engstler „urcool“ sagt, ist das noch lieb. Barbara Schöneberger stieg aber mit mehreren Fauxpas ein. Zuerst führte sie zurück nach 1966, „als uns Udo Jürgens den ersten rot-weißen Sieg nach Hause geholt hat“. Man fragte sich, wen die deutsche Moderatorin da meinte, wurde Udo doch gern von den nördlichen Nachbarn eingemeindet. Oder wurde der Sieg generös nach Polen (tatsächlich mit rot-weißer Flagge) weitergereicht?
Wirklich schlimm wurde es, als sie sich – als „spontanem“ Wurst-Ersatz – einen grotesk schlecht sitzenden Filzbart aufs Gesicht pappte und „Rise Like A Phoenix“ trällerte.
Start mit zero points, die Quoten (216.000 Zuseher im Schnitt) sprachen Bände.
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