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Mutbürger

Vulkansurfen? Haikäfige? Klettersteige am Abgrund? Alles harmlos gegen den wahren Adrenalinkick am Ende der Woche.
Michael Hufnagl
Smiling Great white shark

Der Grat zwischen Kick und Tick ist verdammt schmal, wenn’s ums Adrenalin geht. Tatsächlich erfreuen sich so genannte „Darecations“ – also Urlaube, die man sich trauen muss – zunehmender Beliebtheit. Es ist u. a. auch die steigende Lust an der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken, die das Verlangen nach dem Thrill-Tourismus nährt. Daher reisen Menschen nach Nicaragua, um auf dem Cerro Negro das Vulkansurfen zu erleben. Oder nach China, um im Huashan-Gebirge in 2.155 Meter Höhe auf dem gefährlichsten Klettersteig der Welt eine senkrechte Granitwand entlangzutrippeln. Oder nach Südafrika, um sich nahe Kapstadt in Stahlkäfigen im Meer versenken zu lassen, weil in der Begegnungszone verlässlich weiße Haie vorbeischauen.

Hm. Kann man alles machen. Muss man aber nicht. Alternativ bietet sich in Österreich für diese Woche ein zielgerichtetes Mentaltraining an … um dann gemeinsam mit vielen anderen Adrenalin-Junkies gut vorbereitet die Ultratrail-Superchallenge zu bestehen: Am Samstag im Supermarkt Pfandflaschen zurückgeben, das ist der wahre Extremsport!

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